• vom 08.02.2019, 21:42 Uhr

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Italien

Salvini bereit zur Aussprache mit Regierung in Paris




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    Rom. Nach dem Anstieg der Spannungen zwischen Italien und Frankreich, die Paris dazu veranlasst haben, seinen Botschafter zurückzurufen, bemüht sich der italienische Innenminister Matteo Salvini um mildere Töne. Kommende Woche plane er in Rom ein Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Christophe Castaner, kündigte der Vizepremier und Chef der rechten Lega am Freitag an.

    Paris hatte am Donnerstag seinen Botschafter aus Italien für Gespräche zurückbeordert. Die jüngsten Einmischungen Italiens seien eine "inakzeptable Provokation", teilte das französische Außenministerium zur Begründung mit. "Sie verletzen den Respekt, den demokratisch und frei gewählte Regierungen einander schulden."


    Zu den angespannten Beziehungen dürfte auch ein Treffen des italienischen Vize-Regierungschefs Luigi Di Maio von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung mit französischen "Gelbwesten"-Aktivisten am Dienstag bei Paris beigetragen haben. Diese demonstrieren seit Monaten gegen Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und erhielten dafür auch bereits von Vize-Premier Salivini Solidaritätsbekundungen. Der französische Regierungssprecher Benjamin Grivaux beklagte am Freitag im Radiosender Europe 1, dass Paris nicht über den Besuch von Vizepremier Di Maio informiert worden sei.

    Wenn ein Minister einer ausländischen Regierung nach Frankreich komme, erfordere es "der Anstand, die Höflichkeit und die elementarste Diplomatie, dass die Regierung benachrichtigt wird", hieß es. Rückendeckung erhielt Emmanuel Macron von seinem italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella. Der italienische Staatschef zeigte sich wegen den politischen Entwicklungen in Rom besorgt. Mattarella setzte sich auch bereits mit Italiens Premier Giuseppe Conte in Verbindung und forderte diesen auf, sich für eine Wiederherstellung der freundschaftlichen Beziehungen zu Frankreich einzusetzen.




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    Dokument erstellt am 2019-02-08 20:47:08



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