• vom 24.06.2014, 16:00 Uhr

Europastaaten

Update: 25.06.2014, 11:34 Uhr

Ukraine

Keine "Angst" vor Gas-Abhängigkeit




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  • Russlands Präsident: "Gegenseitige Abhängigkeit als Grundlage für Stabilität".

Moskau/Wien. Der russische Präsident Wladimir Putin hat bei einem Vortrag vor der Wirtschaftskammer Wien am Dienstag bekräftigt, dass hinsichtlich einer Gas-Abhängigkeit von Russland kein Land "Angst" haben müsse. Es bestünde eine "gegenseitige Abhängigkeit", "das ist eine Grundlage für Stabilität".

Österreich sei im Jahr 1968 das erste westeuropäische Land gewesen, dass einen Gas-Liefervertrag mit der Sowjetunion geschlossen hatte. Zum am Dienstag unterzeichneten Vertrag über die Gas-Pipeline South Stream sagt Putin, dass Baumgarten damit zum größten Hub auf dem europäischen Kontinent wird und damit zu einem Schlüssel-Energieknoten.

"Sehr gute und effiziente Wahl"


Er bezeichnete das von der OMV und Gazprom unterzeichnete Gas-Pipeline-Projekt als "sehr gute und effiziente Wahl". Putin unterstrich erneut, dass das Projekt nicht gegen jemanden gerichtet, sondern für eine Interessenerfüllung sei. "Wir arbeiten nie gegen jemanden".

Die eurasische Wirtschaftsunion zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan, die 2015 in Kraft treten soll, werde nach den Worten Putins auch für österreichische Unternehmen bessere Bedingungen schaffen.

Putin zeigte sich zuversichtlich darüber, dass die Gespräche in Wien gewinnbringend für die weiteren Beziehungen sein werden. "Österreich ist traditionell ein wichtiger und verlässlicher Partner Russlands." Im vergangenen Jahr habe sich der Warenumsatz zwischen Österreich und Russland um fünf Prozent gesteigert, in den ersten Monats dieses Jahres sei er um 16,7 Prozent zurückgegangen. Die bilateralen Projekte bestünden im Bereich Maschinenbau, Transport, Tourismus, flugzeug-, Autobau- oder Glasfaserprojekten. Auch die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland biete Möglichkeiten für österreichische Unternehmen.

Bundespräsident Heinz Fischer betonte ebenfalls die guten Beziehungen, etwa im Tourismusbereich. Hunderttausende russische Gäste hätten Österreich im vergangenen Jahr besucht.

"Stehen für Dialog im Ukraine-Konflikt"

"Die jüngsten Deeskalationsmaßnahmen sind positive Signale und daher zu begrüßen." Diese Ansicht zum Ukraine-Konflikt äußerte wiederum Bundeskanzler Werner Faymann nach einem Arbeitsgespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es sei wichtig, dass Russland den Waffenstillstand und den gesamten Friedensprozess weiter unterstützte, so Faymann laut einer Aussendung.

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Schlagwörter

Ukraine, South Stream, Russland

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Dokument erstellt am 2014-06-24 16:02:00
Letzte Änderung am 2014-06-25 11:34:33


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