• vom 08.10.2016, 09:59 Uhr

Europastaaten

Update: 08.10.2016, 10:06 Uhr

Türkei

Polizei vereitelte Anschlag in Ankara




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, AFP, dpa, Reuters

  • Zwei mutmaßlich Attentäter kamen bei Explosion ums Leben.

Ankara. Die türkische Polizei hat offenbar einen Anschlag in Ankara vereitelt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi und mehrere TV-Sender am Samstag berichteten, sprengten sich zwei mutmaßliche Attentäter bei einer Polizeiaktion in der türkischen Hauptstadt selbst in die Luft. Sie hatten demnach einen Anschlag mit einer Autobombe vorbereitet.

Als die Polizei sie aufforderte, sich zu stellen, hätten sie die Sprengsätze gezündet und sich dabei getötet. Der Gouverneur von Ankara, Ercan Topaca, sprach umgehend von einer mutmaßlichen Verbindung des Paars zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die für den Bombenbau eingesetzten Materialien deuteten ebenso wie die Bauart und die geplante Vorgehensweise auf die PKK hin, sagte Topaca laut Anadolu Ajansi.

Mann wurde identifiziert

Nach seinen Angaben hatte die Polizei in einer Anti-Terror-Operation aufgrund eines Hinweises aus der Kurden-Provinz Diyarbakir nach den beiden Verdächtigen gefahndet. Dem Fernsehen sagte Topaca, bei den beiden Toten handle es sich um einen Mann und eine Frau. Der Mann habe umgehend identifiziert werden können, die Frau hingegen nicht.

Erst am Freitag hatte sich die kurdische Extremistengruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) zu einem Bombenanschlag auf eine Polizeiwache in Istanbul bekannt, bei dem am Vortag zehn Menschen verletzt worden waren. In der Türkei haben in der Vergangenheit sowohl islamistische Terroristen als auch kurdische und linksgerichtete Extremisten Anschläge verübt.





Schlagwörter

Türkei, Terrorismus, PKK

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2016-10-08 10:02:05
Letzte Änderung am 2016-10-08 10:06:01



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Österreich muss auch zu seinen schwarzen Schafen stehen"
  2. Rumänien versucht gegen den EU-Kommissionsvize zu ermitteln
  3. Nicht alles glänzt in Kopenhagen
  4. Immer mehr kritische Stimmen zu Orban
  5. Schwedens Rechte will Orbans Partei aus EVP werfen
Meistkommentiert
  1. "Österreich muss auch zu seinen schwarzen Schafen stehen"
  2. EU-Mitgliedschaft bedeutet Österreichern immer mehr
  3. Immer mehr kritische Stimmen zu Orban
  4. "SPD will aus großer Koalition aussteigen"
  5. Spanien vor der Machtprobe

Werbung




Werbung