• vom 31.01.2018, 17:39 Uhr

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Update: 01.02.2018, 07:52 Uhr

Deutschland

"GroKo"-Verhandler bleiben bei Aufgabe von Klimaschutzziel




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    Berlin. Die Unterhändler von Union und SPD bei den Verhandlungen für eine große Koalition, genannt "GroKo", haben sich in der Klima- und Energiepolitik weitgehend verständigt. Man werde ein Gesetz verabschieden, das die Einhaltung der Klimaschutzziele 2030 gewährleiste, heißt es im Entwurf für den Koalitionsvertrag. Dies gelte auch für die im Klimaschutzplan der bisherigen Bundesregierung festgelegten Einsparziele für Sektoren wie Verkehr, Agrar, Energie oder Gebäude. Um hier schneller voranzukommen, werde man die steuerliche Förderung der Sanierung beschließen. Das Fördervolumen solle eine Milliarde Euro pro Jahr betragen. Das Papier und besonders die Ausgaben müssen noch von den Parteiführungen gebilligt werden.

    Das Klimaschutzziel für 2020 - eine Reduzierung der Treibhausgase um 40 Prozent gegenüber 1990 - wurde aufgegeben. Schwarz-Rot hatten dies bereits in den Sondierungsgesprächen paktiert und dafür viel Kritik einstecken müssen. Nachgebessert wurde an dieser Stelle nicht, nur im kleinen: Verbraucher sollen beim Austausch alter Heizkessel unterstützt werden. Das Ziel für 2030, das auch international verbindlich ist, wollen CDU/CSU und SPD auf jeden Fall erreichen. Es sieht ein Minus von 55 Prozent bei den Klimagasen vor.


    65 Prozent erneuerbare Energien bis 2030
    Ebenfalls vereinbart wurde, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis zum Jahr 2030 bei 65 Prozent liegen soll. In einem ersten Schritt sollen je vier Gigawatt Wind- und Solarleistung in den Jahren 2019 und 2020 ausgeschrieben werden. Hier wollen Schwarz und Rot gezielt Forschungsmittel für CO2-arme Industrieprozesse zur Verfügung stellen. Fertig ausverhandelt ist das Klima-Umwelt-Energie-Kapitel aber noch nicht.




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    Dokument erstellt am 2018-01-31 17:44:09
    Letzte ńnderung am 2018-02-01 07:52:59



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