• vom 15.02.2018, 17:23 Uhr

Europastaaten

Update: 15.02.2018, 17:30 Uhr

Rechtsextremismus

Empörung über Hasstiraden von AfD-Politiker




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    Poggenburg zählt zum völkischen Flügel in der Partei.  - © APAweb, ap, dpa, Sebastian Kahnert

    Poggenburg zählt zum völkischen Flügel in der Partei.  © APAweb, ap, dpa, Sebastian Kahnert

    Berlin. (da/reu) Der deutsche Präsident Frank-Walter Steinmeier hat Sachsen-Anhalts AfD-Vorsitzenden Andre Poggenburg wegen dessen Äußerungen über Türken in Deutschland scharf kritisiert. "Was ich sehe, ist, dass es Politiker gibt, die Maßlosigkeit in der Sprache, Rücksichtslosigkeit und Hass in ihrer Haltung zu einer eigenen Strategie machen", sagte Steinmeier am Donnerstag.

    "Und ich hoffe nur, dass sich die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes nicht vor diesen Karren spannen lassen", fügte Steinmeier hinzu.


    "Kameltreiber sollen sich scheren, wo sie hingehören"
    AfD-Politiker Poggenburg hatte beim Politischen Aschermittwoch in Sachsen über den Verein "Türkische Gemeinde in Deutschland" (TGD) gesagt: "Diese Kameltreiber sollen sich dorthin scheren, wo sie hingehören, weit, weit, weit, hinter den Bosporus zu ihren Lehmhütten und Vielweibern. Hier haben sie nichts zu suchen und zu melden." Die TGD ist ein Dachverband, dem nach eigenen Angaben 267 Vereine angehören, und hatte sich kritisch zur geplanten Schaffung eines Heimatministeriums in Deutschland geäußert. Dazu sagte Poggenburg am Mittwoch: "Diese Kümmelhändler haben selbst einen Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern am Arsch... und die wollen uns irgendetwas über Geschichte und Heimat erzählen?"

    Poggenburg zählt zum völkischen Flügel in der Partei. Er befürwortet ebenso wie der Chef der AfD in Sachen das Ende der offiziellen Abgrenzung zur Pegida-Bewegung - diese steht laut Verfassungsschutz im Fokus von Rechtsextremisten, Neonazis und "verfassungsschutzrelevanter Islamfeindlichkeit". Über seine Tiraden sagte Poggenburg am Donnerstag: "Ich habe hart und grob formuliert. Allerdings ist es allgemeiner gesellschaftlicher Konsens, dass zum Fasching, speziell zum Aschermittwoch, derbe und angreifende politische Reden gehalten werden." Dresdens Staatsanwaltschaft hat nach einer "Strafanzeige von einer Privatperson" Vorermittlungen gegen Poggenburg eingeleitet.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-02-15 17:26:21
    Letzte Änderung am 2018-02-15 17:30:26


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