• vom 08.03.2018, 17:42 Uhr

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Update: 09.03.2018, 08:29 Uhr

Deutschland

Heiko Maas soll ins Auswärtige Amt wechseln




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  • Kurz vor Bekanntgabe der SPD-Ministerliste kristallisieren sich die Favoriten heraus.


© dpa/Kappeler © dpa/Kappeler

Berlin. (dpa/da) Außenminister Sigmar Gabriel und Umweltministerin Barbara Hendricks werden der neuen Bundesregierung in Deutschland nicht mehr angehören. Dies teilten die beiden SPD-Minister am Donnerstag mit. Am Freitag wird die sozialdemokratische Ministerliste präsentiert. Als Favorit für den Posten des Chefdiplomaten gilt der amtierende Justizminister Heiko Maas (Bild).

Gabriels Abschied kommt nicht überraschend. Nahles hatte angekündigt, die künftige Ministerriege müsse teamfähig sein. Dies galt als klare Absage an Gabriel, der als einstiger Parteichef für seine Alleingänge berüchtigt war. Und so gestaltete Gabriel seinen Abschied dann auch: Er preschte mit einer Erklärung via Facebook und Twitter vor. Seinen vermeintlichen Nachfolger bezeichnete Gabriel als exzellent. Er verlasse das Auswärtige Amt mit einem ausgesprochen guten Gefühl, "wenn es stimmt, dass er der neue Außenminister werden soll".


Maas’ Nachfolge im Justizministerium soll Matthias Miersch antreten. Der 49-Jährige kommt aus dem zweitgrößten SPD-Verband Niedersachsen und hat sich als Umweltpolitiker einen Namen gemacht. Er ist promovierter Jurist und Fachanwalt für Strafrecht sowie Vorsitzender der SPD-Linken in der Bundestagsfraktion.

Hendricks genoss in der SPD bis zuletzt hohes Ansehen, macht aber für eine Jüngere Platz. Nun soll die 49-jährige Svenja Schulze das Umweltressort führen. Sie gilt im größten SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen als Hoffnungsträgerin.

Eine Ostdeutsche dabei?
Die amtierende Familienministerin Barley soll Arbeits- und Sozialministerin werden. Sie würde damit für einen 135-Milliarden-Euro-Etat zuständig. Ihr bisheriges Ministeramt soll die Berliner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey übernehmen - eine gebürtige Ostdeutsche. Aus ostdeutschen SPD-Landesverbänden hieß es nur, Ostdeutschland werde mit einer Frau in der SPD-Ministerriege vertreten sein. Bisher ist Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die einzige Ostdeutsche im neuen Kabinett.




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Dokument erstellt am 2018-03-08 17:47:41
Letzte Änderung am 2018-03-09 08:29:54



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