• vom 26.03.2018, 20:32 Uhr

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Kosovo

Polizei in Prishtina nahm serbischen Regierungsvertreter fest




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Von WZ Online, APA

  • EU ruft Kosovo und Serbien zu Zurückhaltung auf.

Prishtina. Die kosovarische Polizei hat am Montagnachmittag den Chef des serbischen Regierungsbüros für den Kosovo, Marko Djuric, in Nord-Mitrovica festgenommen. Der serbische Regierungsvertreter war trotz eines Einreiseverbotes zu einem Treffen von Kosovo-Serben gekommen. Medienberichten zufolge wurde Djuric zunächst nach Pristina (Prishtina) und von dort in Richtung serbische Grenze gebracht.

Staatspräsident Hashim Thaci sagte, dass die kosovarische Polizei im Einklang mit den Gesetzen gehandelt habe. Die Lage im serbischen Nord-Mitrovica war Montagabend gespannt. Einheimische Serben hätten sich an der Ibar-Brücke versammelt, der den serbischen Nordteil vom albanischen Süd-Mitrovica teilt.

Bereits am Vormittag waren starke Polizeieinheiten an der Grenze zu Serbien in Stellung gebracht worden, um Djuric' Einreise zu verhindern. Die Regierung in Pristina begründete das Einreiseverbot mit Aussagen von Djuric, die angeblich zu einer "angespannten Situation" im Kosovo geführt hätten.

In Belgrad kam nach der Festnahme der Nationale Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Die Europäische Union rief die Behörden in Pristina und Belgrad zu Zurückhaltung auf, damit die Lage nicht weiter eskaliere. Alle Fragen von gemeinsamem Interesse müssten durch den EU-vermittelten Dialog gelöst werden, der auf die Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Kosovo und Serbien abziele, wurde Maja Kocijancic, die EU-Sprecherin, von der serbischen Presseagentur Tanjug zitiert.





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Dokument erstellt am 2018-03-26 20:34:06


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