• vom 12.04.2018, 14:40 Uhr

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Update: 12.04.2018, 15:29 Uhr

Angela Merkel

Deutschland zieht nicht in den Krieg




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Von WZ Online / APA

  • Bundeskanzlerin verurteil erneut die Anwendung von Chemiewaffen.

Angela Merkel

Angela Merkel© apaWeb / Reuters - Fabrizio Bensch Angela Merkel© apaWeb / Reuters - Fabrizio Bensch

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einer deutschen Beteiligung an einem Militärschlag in Syrien eine klare Absage erteilt. "Deutschland wird sich an eventuellen - es gibt ja keine Entscheidung, ich will das nochmal deutlich machen - militärischen Aktionen nicht beteiligen", sagte sie am Donnerstag in Berlin. Den Rahmen bildete ein Besuch des dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen.

Gleichzeitig verurteilte sie erneut die Anwendung von Chemiewaffen und betonte ihre Unterstützung gegen deren Einsatz. Jetzt müsse das ganze Spektrum von Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Für Deutschland bedeute das, dass man alle Aktivitäten im UN-Sicherheitsrat und die Arbeit der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) unterstütze. Im Sicherheitsrat ist am Dienstag ein Entwurf für eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle in der Stadt Douma bei Damaskus am Veto Russlands gescheitert. Ein Entwurf Russlands, der die Einbindung der verdächtigten syrischen Regierung in die Untersuchung vorsah, erhielt keine Mehrheit.

Nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump mit einem Raketeneinsatz in Syrien herrscht international Verunsicherung, ob und wann es zu einem Militärschlag kommen könnte. Trump, der die Führung von Syriens Präsident Bashar al-Assad für einen mutmaßlichen Giftgaseinsatz in der Stadt Duma im Rebellengebiet Ost-Ghouta am vergangenen Samstag verantwortlich macht, hatte zuvor mit einem Militärschlag gedroht. Syriens Schutzmacht Russland weist die Vorwürfe gegen Damaskus zurück.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-12 14:46:28
Letzte Änderung am 2018-04-12 15:29:57


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