• vom 13.06.2018, 13:33 Uhr

Europastaaten

Update: 13.06.2018, 21:53 Uhr

Sebastian Kurz

Berlin, Wien und Rom bilden "Achse der Willigen"




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Von WZ Online, APA

  • Kanzler Kurz und Deutschlands Innenminister Seehofer vereinbaren in Berlin eine enge Kooperation.

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Deutschlands Innenminister Horst Seehofer (CSU) wollen in der Flüchtlingspolitik zusammenarbeiten.

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Deutschlands Innenminister Horst Seehofer (CSU) wollen in der Flüchtlingspolitik zusammenarbeiten.© APAweb / Reuters, Joachim Herrmann Bundeskanzler Sebastian Kurz und Deutschlands Innenminister Horst Seehofer (CSU) wollen in der Flüchtlingspolitik zusammenarbeiten.© APAweb / Reuters, Joachim Herrmann

Berlin/Wien. In einer "Achse der Willigen" werden Österreich, Deutschland und Italien in der Flüchtlingspolitik zusammenarbeiten. Das kündigten Bundeskanzler Sebastian Kurz und Deutschlands Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch gegen Mittag in Berlin an.

Seehofer sagte, Dienstagabend habe ihn der italienische Innenminister Matteo Salvini angerufen und ihm die enge Kooperation zwischen Rom, Berlin und Wien in Zuwanderungsfragen vorgeschlagen. Diesen Vorschlag erörterten Kurz und Seehofer in ihrem Gespräch in Berlin. Sie griffen ihn ausdrücklich positiv auf und kündigten die Zusammenarbeit der Innenminister Italiens, Deutschlands und Österreichs auf regionaler Ebene an. Ziel dieser "Achse der Willigen" sei es, so Kurz vor Journalisten, "die illegale Migration weiter zu reduzieren".

Kurz und Seehofer waren sich einig, dass "nicht die Schlepper, sondern die Regierungen" entscheiden müssten, wer ins Land dürfe.

Einig über Stärkung der EU-Außengrenze 

Seehofer bekräftigte seinen Plan von sogenannten Ankerzentren, in denen die Asylverfahren schneller, effizienter und sicherer verlaufen sollten.

Da wieder eine verstärkte Migrationsbewegung entlang der Albanien-Route zu verzeichnen sei, sollen österreichische und deutsche Polizisten zur Unterstützung der albanischen Polizei entsandt werden.

Einig sind sich die beiden Politiker, dass eine Stärkung der Außengrenze der Europäischen Union die Kontrollen an den Binnengrenzen überflüssig machen würden. Die EU-Grenzagentur Frontex soll nicht nur personell und finanziell gestärkt, sondern auch in ihrem Mandat besser ausgestattet werden.





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Dokument erstellt am 2018-06-13 13:36:16
Letzte Änderung am 2018-06-13 21:53:20


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