Rom. Der italienische Innenminister Matteo Salvini, seit zwei Monaten im Amt, hat eine erste Bilanz seiner harten Migrationspolitik gezogen und diese gelobt. "In den ersten zwei Monaten mit der neuen Regierung sind die Ankünfte von Migranten um 30.000 Einheiten gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 gesunken, von 34.987 auf 4.960", twitterte Salvini.

"Von Worten zu Taten: Man kann mich beschimpfen, attackieren und bedrohen. Doch ich gebe nicht auf und arbeite für das Wohl der Italiener weiter", schrieb der Innenminister und Chef der rechten Partei Lega. Sein Ziel sei, die Zahl der Ankünfte in Italien auf "ein historisches Tief" zu drücken. Damit habe Italien mehr Zeit, die Asylanträge zu bearbeiten, die bisher eingereicht worden seien.

Salvini kritisierte, dass er von den Vorgängerregierungen unter Mitte-Links-Führung eine schwierige Situation geerbt habe. Die Linkspolitiker seien im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik entweder "unfähig" oder "Komplizen einer geplanten und finanzierten Invasion"gewesen. Der Lega-Chef hat seit seinem Amtsantritt einen harten Anti-Migrations-Kurs eingeschlagen und wird dafür von der Opposition sowie NGOs kritisiert. In den vergangenen Tagen hatten sich rassistische Angriffe auf Ausländer in Italien gehäuft.