Nach mehr als fünf Monaten in türkischer Haft sind zwei griechische Soldaten wieder daheim in Thessaloniki. Ein Gericht in der Provinz Edirne im Nordwesten der Türkei hat am Dienstag ihre Freilassung angeordnet.

Der Prozess gegen die beiden Männer, die im März während einer Grenzpatrouille auf türkisches Gebiet geraten waren, wird aber fortgesetzt.

Der Fall hat die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Athen und Ankara seit Monaten belastet. Die zwei Soldaten hatten im März während einer Patrouille an der Grenze eine militärische Sperrzone auf der türkischen Seite betreten. Die Männer geben an, bei Nebel versehentlich auf türkisches Territorium geraten zu sein. Die türkische Justiz wirft ihnen "versuchte Spionage" vor.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras begrüßte die Freilassung nun als "Akt der Gerechtigkeit". Sie werde für eine "Stärkung der Freundschaft, der guten Nachbarschaft und der Stabilität in der Region" sorgen, erklärte er.

Für Streit zwischen den beiden NATO-Partnern sorgt auch der Fall von acht türkischen Soldaten, die nach dem Putschversuch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Juli 2016 nach Griechenland geflohen waren und dort Asyl beantragt hatten. Ankara fordert bisher vergeblich ihre Auslieferung