• vom 09.09.2018, 14:45 Uhr

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Update: 09.09.2018, 20:19 Uhr

Wahlsonntag

Schweden wählt neues Parlament




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Von WZ Online, APA, dpa

  • Sozialdemokraten bangen um Vormachtstellung, Rechtspopulisten in Umfragen stark. Die Wahllokale schließen um 20 Uhr.

Einblilck in ein Wahllokal in Stockholm.  - © APAweb/REUTERS, Ints Kalnins

Einblilck in ein Wahllokal in Stockholm.  © APAweb/REUTERS, Ints Kalnins

Stockholm. Bei der Parlamentswahl in Schweden bangen die Sozialdemokraten um ihre Vormachtstellung. Letzten Umfragen zufolge dürfte die Partei von Regierungschef Stefan Löfven zwar knapp stärkste Kraft bleiben. Doch in dem skandinavischen Vorzeigeland wird ein Rechtsruck erwartet. Die Flüchtlingskrise hat, wie in vielen europäischen Staaten, einer rechtspopulistischen Partei Zuspruch gebracht.

Sie könnte die mehr als 100 Jahre andauernde Dominanz der Sozialdemokraten zum Wanken bringen. Die Umfragen gehen weit auseinander, deuten jedoch an, dass fast jeder fünfte Wahlberechtigte für die einwanderungskritischen Schwedendemokraten stimmen könnte. Regierungschef Löfven betonte bei seiner Stimmabgabe am Vormittag: "Bei dieser Wahl geht es um Anstand." Die Schwedendemokraten nannte er eine "rassistische Partei".

 Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet

Fast 7,5 Millionen Schweden können bis 20.00 Uhr ihre Stimme abgeben. Traditionell ist die Wahlbeteiligung hoch, 2014 lag sie bei mehr als 85 Prozent. Rund 2,7 Millionen Schweden warteten nicht bis zum eigentlichen Wahlsonntag, sondern stimmten bereits vorher ab, wie die Wahlbehörde am Sonntag mitteilte.

Jüngsten Umfragen zufolge zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen des rot-grünen und des liberal-konservativen Blocks ab. Doch für keines der beiden Lager wird es demnach eine absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent geben. Minderheitsregierungen sind in Skandinavien allerdings üblich, auch zuletzt regierte Rot-Grün in Schweden ohne Mehrheit.

Am Tag vor der Wahl sah das Meinungsforschungsinstitut Sifo die Sozialdemokraten mit 24,8 Prozent klar vorn. Die Schwedendemokraten kommen demnach als zweitstärkste Kraft auf 17,6, die konservative Moderaterna auf 17,2 Prozent. Allerdings sind die Unterschiede in den Umfragen verschiedener Institute groß, mehrere führen auch die Rechtspopulisten knapp an der Spitze.

 Eine erste Prognose zur Reichstagswahl wird kurz nach Schließung der Wahllokale erwartet, ein vorläufiges Ergebnis gegen Mitternacht. Bis die neue Regierung feststeht, wird es aber voraussichtlich Wochen dauern.





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Wahlsonntag, Schweden

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-09 14:47:15
Letzte Änderung am 2018-09-09 20:19:33


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