• vom 30.10.2018, 13:38 Uhr

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Update: 30.10.2018, 14:05 Uhr

CDU-Vorsitz

Friedrich Merz will zurück in die Politik




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Von WZOnline, APA, Reuters

  • Der Ex-Fraktionschef arbeitet derzeit für den weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock.

Ein Bild aus längst vergangenen Tagen: Friedrich Merz und Angela Merkel im Juni 2002. Merz war von 2000 bis 2002 Chef der Unionsfraktion.

Ein Bild aus längst vergangenen Tagen: Friedrich Merz und Angela Merkel im Juni 2002. Merz war von 2000 bis 2002 Chef der Unionsfraktion.© APAweb/Reuters, Arnd Wiegmann Ein Bild aus längst vergangenen Tagen: Friedrich Merz und Angela Merkel im Juni 2002. Merz war von 2000 bis 2002 Chef der Unionsfraktion.© APAweb/Reuters, Arnd Wiegmann

Berlin. Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat offiziell seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz angekündigt. Er habe sich "nach reiflicher Überlegung" entschieden, auf dem Bundesparteitag in Hamburg für den Posten des CDU-Vorsitzenden zu kandidieren, erklärte Merz am Dienstag in einer schriftlichen Mitteilung.

Die Union brauche einen "Aufbruch und Erneuerung mit erfahrenen und mit jüngeren Führungspersönlichkeiten". Er sei bereit, dafür Verantwortung zu übernehmen und "gleichzeitig alles zu tun, um den inneren Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit der CDU Deutschlands zu stärken."

2000 bis 2002 Chef der Unionsfraktion 

Der bald 63-jährige Rechtsanwalt aus Nordrhein-Westfalen galt früher als Rivale der derzeitigen deutschen Kanzlerin und scheidenden CDU-Chefin Angela Merkel. Er war von 2000 bis 2002 Chef der Unionsfraktion. 2002 verdrängte ihn die Parteichefin aus dieser Position. Das hat bei Merz offensichtlich tiefe Spuren hinterlassen. 2009 zog er sich aus dem Bundestag zurück. Heute ist er für eine internationale Anwaltskanzlei in Düsseldorf tätig und Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Ablegers der US-Fondsgesellschaft Blackrock.

Merz, Finanzexperte und Wertekonservativer, hatte im Jahr 2000 eine Debatte über eine deutsche Leitkultur angeschoben. Legendär wurde auch seine Forderung aus dem Jahr 2003, wonach eine Einkommenssteuererklärung "auf einem Bierdeckel" Platz haben sollte. Dem 62-Jährigen wie auch anderen Vertretern des konservativen Parteiflügels dürfte die angebliche "Sozialdemokratisierung" der CDU unter Merkel übel aufgestoßen sein.





Schlagwörter

CDU-Vorsitz, Merz, Deutschland

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Dokument erstellt am 2018-10-30 13:39:19
Letzte Änderung am 2018-10-30 14:05:26


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