- © Tyler Olson/stock.adobe.com

Medien

Die Rückkehr des Walkie-Talkies11

  • Das Funkgerät als Smartphone-Nachfolger könnte in den nächsten Jahren ein ungeahntes Revival erleben.

Wien. Im Jahre 1940 erhielt ein Telekommunikations-Unternehmen, das damals noch unter dem Namen Motorola firmierte, von der US-Regierung den Auftrag, ein mobiles Funksprechsystem für das Militär zu entwickeln. Ein Jahr zuvor war der Zweite Weltkrieg ausgebrochen... weiter




Den Finger auf die Unausweichlichkeit: Daniel Wisser. - © J. Zinner

Literatur

Wie das Tabu in die Sprache kommt10

  • Der aus Klagenfurt gebürtige Autor und Musiker Daniel Wisser hat mit "Königin der Berge" einen berührenden und unterhaltsamen Roman zum Thema Sterbehilfe vorgelegt, mit dem er für den Österreichischen Buchpreis nominiert ist. Eine Begegnung.

Als Mitglied des Ersten Wiener Heimorgelorchesters hat der Mann schon oft genug bewiesen, dass ihm der Schalk im Nacken sitzt. Erst zu Beginn dieses Jahres etwa sorgte der standesgemäß auf die Sprache als hier sehr gerne zentrales Rohmaterial verweisende Albumtitel "Die Letten werden die Esten sein"... weiter




Popsängerin Rihanna, unretuschiert. - © Martin Schoeller

Fotografie

Demokratie der Nasenhaare3

  • Martin Schoeller gastiert mit seinen reduzierten Nahaufnahmen-Porträts im Ostlicht.

Nicht vielen Porträtfotografen gelingt es, einen so wiedererkennbaren Stil zu entwickeln. Man denkt vielleicht an Annie Leibovitz, die sich mit luxuriös-witzigen Arrangements einen Namen gemacht hat. Bei ihr hat Martin Schoeller als Assistent gearbeitet... weiter





Die Hälfte des Lebens für das Porgy: Huber. - © Rausch-Schott

Porgy & Bess

"Das Klischee von den grauen Bärten hat sich erledigt"7

  • Alt, männlich, muffig? Ist ein moderner Jazzclub nicht, sagt Christoph Huber. Sein Porgy & Bess ist eben 25 geworden und feiert mit John Zorn.

Wien. Am Anfang stand die Idee. Und viel Durchhaltevermögen. Die Stadt Wien brauche einen modernen Jazzclub, fand der Schweizer Mathias Rüegg 1993. Also hob er, gemeinsam mit Renald Deppe und Christoph Huber, das Porgy & Bess aus der Taufe. Jedoch: Das Lokal... weiter




"Schiele war sich des Publikums bewusst", ist Kunsthistoriker Tobias Natter überzeugt. Vor allem bei seinen Selbstakten. Im Bild: "Sitzender Männerakt" (Selbstdarstellung), 1910. - © Leopold Museum, Wien, Inv. 465

Egon Schiele

Das nackte Narrativ8

  • Egon Schieles archetypische Tat für die Moderne: der gnadenlose, nackte und kalkulierende Blick auf sich selbst.

Wien. Der Körper wird in seinen Bildern zur abgründigen Spiegelfläche der Seele, er wird zum Ort des Stigmas, dem Schmerz geweiht. Dadurch, dass es der eigene Körper ist, macht Egon Schiele auch Sexualität zur klaffenden Wunde, zur existenzialistischen Leerstelle einer gerade anbrechenden... weiter




"Loin d’ici" heißt das neue Kunstwerk, das in der aktuellen Saison 2018/19 den Eisernen Vorhang der Wiener Staatsoper ziert. Ein Blick in die Ferne, ein Meer in Schwarz-Weiß. Der belgische Künstler Pierre Alechinsky hat die 176 Quadratmeter Fläche im "schönsten Bilderrahmen der Welt" gestaltet, wie Staatsoperndirektor Dominique Meyer bei der Präsentation am Freitag, sagte. Alechinsky, der vor wenigen Tagen 91 Jahre alt geworden ist, hat sich in seiner langjährigen Beschäftigung mit der Druckgrafik immer mehr der Reduktion der Mittel und der Konzentration der Form verschrieben. 2000 Lithografien hat er geschaffen, für die Staatsoper entschied er sich, das Meer zu evozieren. Eine Erinnerung an den Atlantikwall sei es für ihn, wird er in einem Interview mit Jury-Mitglied Hans-Ulrich Obrist zitiert. "Das Meer bedeutete, denjenigen zu erwarten, der vom Meer kommt." Wiener Staatsoper/museum in progress - © museum in progress

Eisener Vorhang 2018/19

Ein Meer aus Schwarz-Weiß

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Kabarett

Wenn zwei ins Plaudern kommen

  • Gerhard Walter lässt sich von Gunkl die Welt erklären.

An sich, hat er einmal in einem Interview erklärt, schätzt Günther Paal alias Gunkl geordnete Strukturen, in denen er sich bewegen kann. Insofern ist es nicht unbedingt sein Traumraum, in den er sich mit Gerhard Walter begibt: Denn sie geben ihrem Publikum sehr viel Freiheit... weiter




Zweimal war Karl Renner (r.) Geburtshelfer des Staates. - © ORFIII

Medien

Anfang und Ende der Republik4

  • Schwerpunkt "100 Jahre Republik": Dieses Wochenende betrachtet ORFIII ihren Anfang, ihr Ende und ihre Nachwirkungen.

40 Nationen waren involviert, 70 Millionen Menschen kämpften, 17 Millionen Menschen starben. Das Ende des Ersten Weltkriegs am 11. November 1918 zieht ein erschütterndes Fazit: Er war zum damaligen Zeitpunkt der umfassendste Krieg der Geschichte. Für Österreich bedeutete die Niederlage vor allem... weiter




Wo ist die US-Flagge? Ihre Absenz bei der inszenierten Mondlandung in "Aufbruch zum Mond" sorgte für Protest der Patrioten. - © Universal

Aufbruch zum Mond

Flaggenstolz am Erdtrabanten6

  • Damien Chazelles "Aufbruch zum Mond" führt vor, welch große Rolle Patriotismus in den USA spielt.

"Das ist antiamerikanischer Trash!" "Wo ist die amerikanische Flagge im Film? Die dummen Liberalen aus Hollywood haben keine Ahnung." "Keine Szene mit der US-Flagge auf dem Mond? Ich boykottiere diesen Film wegen dieser Beleidigung." "Keine Flagge auf dem Mond, also kaufe ich auch kein Kinoticket... weiter




NeilYoung - © afp

Society

Berühmt & Berüchtigt

Nicht nur Taylor Swift ruft die Amerikaner dazu auf, zu den Kongresswahlen zu gehen und Präsident Donald Trump nächste Woche einen Denkzettel zu verpassen. Die Rocklegende Neil Young wendet sich mit einer ähnlichen Botschaft ans Volk. Dabei macht er sich für Waffengesetze nach "gesundem... weiter




Erzberg

jerusalem
(rudi gelbard gewidmet)
19

steine sinds besondere steine sandsteine die in hirnen platz schaffen für bewegung deren farbe beige alles zusammenhält ohne schnörksel ohne barock stehen sie da die sehr alten wie die ganz neuen häuser überall hier in fußgängerzonen am tempelberg pluralismus der mit waffen verteidigt wird... weiter




Trauerbeflaggung der Wiener Staatsoper nach dem Ableben von Startenor Pavarotti. - © APAweb/AFP, NaglPro&Kontra

Nachruf

Schreiben über die Toten5

  • Ob und welche Rolle die journalistische Form des Nachrufes spielt - darüber lässt sich streiten.

Der Tod eines Menschen hinterlässt immer eine Lücke im Leben der Hinterbliebenen. Auch der eines berühmten Menschen. Er zieht nur größere Kreise. Kommen Würdigungen für berühmte Personen nicht immer zu spät? Ein Pro und Kontra zum Thema Nachruf. *** Pro - von Judith Belfkih *** Der Tod ist eine... weiter




Eine riesige animierte Spinne lässt sich während der Aufführung "Le Gardien du Temple" (Der Temeplwächter) der Theatergruppe La Machine vom Dach des Hotel-Dieu auf die südfranzösische Stadt Toulouse herunter.  Link: Le Gardien du Temple - © APAweb/AFP, CABANIS

Fotoblog

Kulturbild der Woche137

Jede Woche neu: ein aktuelles Bild aus der Welt der Kunst und Kultur. Falls Sie diesbezüglich Vorschläge haben, schicken Sie uns doch eine Mail. weiter




Clara (Mackenzie Foy, l.) lässt sich von der Zuckerfee (Keira Knightley) modisch beraten. - © Disney

Disney-Weihnachtsfilm

Im Zuckerrausch2

  • Die Verfilmung des Balletts "Der Nussknacker" als bombastisches Weihnachtsmärchen.

Nun gut: Tanzhistorisches Wissen ist hier nicht von Nöten, vielleicht sogar hinderlich. Ballettliebhaber braucht man auch nicht zu sein. Aber man muss auf jeden Fall einer der Disney-Filmfans sein, den die Devise "von allem zu viel" nicht abschreckt. Für jene ist die Verfilmung von Peter I... weiter




Strategiebesprechung: Sabine Haupt und Gregor Bloéb. - © Georg Soulek

Theaterkritik

Die Kugel rollt6

  • Gregor Bloéb glänzt in der Politkomödie "Der Kandidat" im Akademietheater.

Ein steinreicher Unternehmer, der beschließt, aus Langeweile in die Politik zu gehen? Kommt einem bekannt vor. Aber Carl Sternheim, der das Stück "Der Kandidat" 1913/14 nach einer Vorlage von Gustave Flaubert geschrieben hat, konnte Donald Trump noch gar nicht kennen... weiter




Robin Wright als Präsidentin Claire Underwood. - © Sky

Medien

Jetzt ist sie dran3

  • Freitag startet die sechste und finale Staffel von "House of Cards" - die erste ohne Kevin Spacey.

Wien. (bau) Jetzt ist Claire dran. Mit dem propagierten Hashtag #MyTurn kann man sich etwas von der Marschrichtung vorstellen, die "House of Cards" in seiner Freitag zur Premiere anstehenden sechsten Staffel gehen wird. Frank Underwood (Kevin Spacey) ist diesmal aus naheliegenden Gründen nicht dabei... weiter




Itzhak Perlman

Neu im Kino

Die Kunst erhält uns am Leben (fan) Im Fokus der bezaubernden Doku über Itzhak Perlman stehen nicht die Karriere, sondern seine Erfahrungen als Polio-Überlebender, jüdischer Emigrant sowie seine Ehefrau Toby, mit der er 50 Jahre verheiratet ist. Die Kamera begleitet das humorvolle... weiter




Filmkritik

Prachtband mit Fehlern1

  • Opulent verfilmt: Der Mythos Freddie Mercury.

Mehr Beifall geht nicht. Wenn die Musikgötter von Queen eine Arena begeistern, schwillt der Jubel ins Unermessliche. "Bohemian Rhapsody", der Spielfilm über die Rekordrocker mit dem Energiezentrum Freddie Mercury, verdeutlicht das einmal so beiläufig wie wirkungsvoll... weiter




Filmkritik

Der Traum vom Pinkeln

  • Zwei Brüder tuckern auf dem Mofa durch Deutschland.

In die Ostsee pinkeln. Das ist das Reiseziel der beiden Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger). Sie treffen einander nach 30 Jahren beim Begräbnis ihres Vaters wieder: Georg, der im Dorf verbliebene Schreiner, der seinen Vater gepflegt hat, und Christian... weiter




Konzertkritik

Intensive Besonnenheit3

  • Pianist Arcadi Volodos gastierte im Wiener Konzerthaus.

Arcadi Volodos spielte im Wiener Konzerthaus Stücke von Schubert, Rachmaninoff und Skrjabin in ruhiger Besonnenheit. Das Licht im großen Saal des Konzerthauses geht aus - rückblickend sieht man damit schon angekündigt, was Arcadi Volodos an diesem Abend vermitteln möchte: Einen unverstellten Blick... weiter




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Kommentar

Nur die Smileys sind nicht grantig

Gott sei Dank kann man sich auf gewisse Dinge dann doch verlassen. Dieser Tage bekamen es die Wiener wieder schwarz auf weiß... weiter





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Filmkritik

Jane Bond rettet die Welt

"The Crown"-Star Claire Foy schlüpft als dritte Darstellerin in die Rolle der Lisbeth Salander. - © Sony Pictures Wenn man schon klaut, dann muss es sich aber so wirklich auszahlen: eine Ducati oder ein Lamborghini, selbstverständlich in Schwarz... weiter




Filmkritik

Poesie des Mülls

Es ist der Friedhof der Elektrogeräte. Sie werden von Europa illegal nach Accra, der Hauptstadt von Ghana, geschifft und dort in alle ihre Einzelteile... weiter




Styx

Kammerspiel im Meer

Die Notärztin Rike (Susanne Wolff) geht auf Urlaub; zur Entspannung will sie einen ausgedehnten Segeltörn unternehmen... weiter





Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher

Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913 "Der Bauerntanz", entstanden um 1568.

Ignaz Kirchner als "Samiel", 2007, während der Fotoprobe von "Der Freischuetz" in Salzburg.  Das Tutu ist das Spezifikum der Ballerina, die elfengleich über die Bühne schwebt.

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Max Bühlmann

Geboren 1956 in Rickenbach, Luzern, Schweiz; Schule für Gestaltung, HGK, Luzern; Akademie der bildenden Künste Wien; zahlreiche Einzelausstellungen... weiter




Bildende Kunst

Stefan Zsaitsits

Geboren 1981 in Hainburg an der Donau; 2001-2006: Universität für angewandte Kunst Wien, Klasse Adolf Frohner; Diplom 2006 bei Prof... weiter




Bildende Kunst

Thomas Riess

1970 geboren in Tirol, 1995 Studium an der Universität Mozar-teum Salzburg, Klasse für Graphik und visuelle Medien, 2001 Diplom; zahlreiche Preise... weiter