Ryoji Ikedathe planck universe [micro]. - Martin Wagenhan © Ryoji Ikeda, Courtesy of ZKM | Karlsruhe

Wiener Festwochen

Gewissheiten erschüttern2

  • Was bringen die Wiener Festwochen von 11. Mai bis 17. Juni? Ein Leitfaden durch Programm und Höhepunkte.

Im Vorjahr krempelte der neue Intendant Tomas Zierhofer-Kin die Wiener Festwochen ziemlich kräftig um. Nicht unbedingt zum Vorteil des Theaterfestivals. Mit performativen Versuchsanordnungen, disparaten Mini-Festivals und wenigen Großproduktionen stieß er auf heftige Kritik. Daraufhin zog der Intendant die Notbremse... weiter




Glänzte vokal und szenisch: Jonas Kaufmann als Poet Andrea Chénier. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Leidenschaftliche Kultiviertheit24

  • Sängerglanz bei "Andrea Chénier" mit Kaufmann und Harteros an der Staatsoper.

Dieser ernsthafte, melancholische und doch leidenschaftlich für die Liebe und die Revolution brennende Poet passt Jonas Kaufmann nicht nur als Figur wie angegossen. Auch stimmlich ist Umberto Giordanos Andrea Chénier wie gemacht für den deutschen Tenor. Nach Erfolgen in London und München sang Kaufmann die Partie nun erstmals von tosendem Jubel... weiter




Theaterkritik

In der Kiste landen

  • Mezgolich-Uraufführung im TAG.

Zwei Frauen und drei Männer, die gemeinsam an einer Schauspielschule waren, sehen einander fast 30 Jahre später an einem unheimlichen Ort wieder. Stefan (Raphael Nicholas), der das Treffen arrangiert hat, agiert, rokokohaft kostümiert und manchmal Akkordeon spielend, als Spielleiter wie William Thackeray in seinem 1848 erschienenen Roman "Jahrmarkt... weiter




Michaela Ehrenstein und Alfons Noventa.

Theaterkritik

Publikumsliebling fast im Irrenhaus

  • Zum 100. Todestag: "Der Fall Girardi" in der Freien Bühne Wieden.

Die Freie Bühne Wieden erfüllt immer wieder eine wenig bedankte, aber wichtige Rolle im Kulturleben: Sie macht aus Biografien Theaterstücke und erweckt so ferne Personen zu lebendigen Bühnenfiguren. "Der Fall Alexander Girardi" von Nici Neiss ist ein gelungenes Beispiel, das noch dazu an den 100. Todestag eines als Ausnahmetalent gefeierten... weiter




Elefantenhochzeit: Anna (Stefanie Dvorak) hätte ja lieber eine "Klassische Hochzeit" mit Florian (Sebastian Wendelin) gehabt - ohne Rüsselschleier und Ethnostrampler. - © Reinhard Werner/Burgtheater

Theaterkritik

Irrwitz unter Palmen

  • Wolfgang Bauers wiederentdecktes Stück "Der Rüssel" im Akademietheater.

In diesem Bergdorf ist alles dunkelgrau, die Wände, die Felsen, die alpinen Sessel, sogar das Kaffeehäferl. Nur die lieblichen Volksweisen der Männer in Tracht schenken ein wenig Trost - auch wenn die davon singen, dass das kleine bisschen Glück "irgendwo auf der Welt" ist - aber hier halt nicht. Kein Wunder... weiter




Guggi Löwinger hat an der Volksoper in 18 Premieren mitgewirkt. Sie ist in über 2.000 Vorstellungen und in 34 verschiedenen Partien aufgetreten. - © APAweb, Volksoper, Barbara Palffy

1939 - 2018

Margarethe "Guggi" Löwinger gestorben10

  • Die Schauspielerin und Sängerin war seit Ende der 1950er Jahre Mitglied der Volksoper Wien.

Wien. Mit Guggi Löwinger sei "ein Teil der Geschichte der Volksoper gestorben", betonte der Direktor des Hauses, Robert Meyer. Wie kaum eine Künstlerin habe sie die Volksoper geprägt, wo sie fast 60 Jahre lang gespielt hat. In der Nacht auf Samstag ist Margarethe "Guggi" Löwinger 79-jährig in einem Wiener Spital gestorben... weiter




Tulifant

Einems grüne Oper

  • MuTh und Esterhazy zeigen "Tulifant".

Wien. (eb) Die Erde ist ein lebendiges Wesen, das dem Menschen zu Schutz und Sorge anvertraut ist. Das führte Lotte Ingrisch, Dichterin und Librettistin von Gottfried von Einems "Tulifant", als philosophischen Hintergrund des Werks aus, das um die Philosophie Giordano Brunos kreist. Die rund einstündige Oper wird demnächst im Wiener MuTh und auf... weiter




Geht mit viel Elan in die kommenden vier Spielzeiten am Theater an der Wien: Intendant Roland Geyer. - © apa/Georg Hochmuth

Theater an der Wien

Wo sich die Kreise schließen

  • Roland Geyer begeht das Ende seiner Intendanz am Theater an der Wien mit einem dramaturgisch aufgebauten "Vierjahresplan".

Wien. Das Beiwort "neu" hat Roland Geyer für die 13. Saison aus dem Namen gestrichen. Theater an der Wien - das Opernhaus, prangt selbstbewusst auf den Plakaten für die kommende Spielzeit. "Wir sind ja auch das Opernhaus der Stadt Wien", freut sich Geyer über die gelungene Neupositionierung des Hauses seit 2006... weiter




Festtagsplanung: Direktor Dominique Meyer (l.), hier mit Ballettchef Manuel Legris. - © apa/Fohringer

Saisonvorschau

Alter Glanz und neue Töne2

  • Direktor Dominique Meyer feiert in der nächsten Saison 150 Jahre Opernhaus am Ring.

Wien. Opernfans erinnern sich: Als die Ära von Ioan Holender ihrem späten, doch unvermeidlichen Ende entgegenging, setzte der Direktor ein letztes Glanzlicht. Im Juni 2010 versammelte er sämtliche Goldkehlen des Genres für ein Benefizkonzert: Der Abend blickte zur höheren Ehre des Impresarios klangschön auf dessen 19 Herrenjahre an der Staatsoper... weiter




Schiff ahoi: (v.l.) Markus Feustel, Sebastian Thiers, Stefan Rosenthal, René Peckl, Harald Schröpfer, Jeanne-Marie Bertram. - © Rita Newman

Theaterkritik

Generation Gier geht baden

  • Im Theater im Zentrum arbeitet man sich an Jules Vernes Unterwasser-Roman ab.

Jules Verne gilt mit seinen fantastischen Romanen, in denen die Protagonisten entweder um die Erde, zum Mittelpunkt der Erde, oder tief in Unterseelandschaften gejagt werden, als Begründer der Sci-Fi Literatur. Seine Bücher wurden vielfach verfilmt und auf die Bühne gebracht. Nun ist der Roman "20.000 Meilen unter dem Meer" im Theater im Zentrum... weiter




Der Mensch im aufgeklärten Widerstands-Modus: das ist Hamlet. Wie wir spätestens seit "House of Cards" oder "Game of Thrones" wissen, ist jedes staatstragende Drama auch ein Drama der Familie, der vermeintlichen Freunde und Feinde, der unerfüllten Hoffnungen und der ehrgeizigen Pläne. - © Theater der Jugend

Theaterkritik

Liebe - ein Cocktail der Hormone9

  • Shakespeares "Hamlet" neu geschrieben für das Wiener Theater der Jugend.

Eine blaue Schrift am Bühnenvorhang reizt zum Nachdenken: "Es ist was faul im Staate . . ." In Dänemark? Der neue König im Slimfit-Anzug warnt vor Völkerwanderung und Terror. Der heimgekehrte Stiefsohn sieht den Staat im Umbau, klagt über Ewig-Gestrige und Freunderlwirtschaft. Wir sind in Österreich... weiter




Jochen Malmsheimers größter Schatz ist sein Buch. - © Moritz Ziegler

Kabarett

Der gesuchte Schatz ist die Bildung3

  • Jochen Malmsheimer präsentiert "Dogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage" im Wiener Stadtsaal.

Mit einem Buch unterm Arm betritt Jochen Malmsheimer die Bühne. Das Buch beinhaltet sein neuestes Werk, welches er an diesem Abend seinem Publikum präsentiert. Wer den Mann aus dem Ruhrgebiet (im Westen Deutschlands) kennt, der weiß, dass Malmsheimer am liebsten mit den Worten jongliert. Es bedarf einer schnellen Auffassungsgabe, um ihm zu folgen... weiter




Ein Traum, der zerrinnt, ein Mythos, der bleibt: Bob Dylan (hier bei einem Auftritt in Los Angeles) gastierte in Wien. - © REUTERS/Mario Anzuoni

Pop

Du sollst dir kein Bildnis machen17

  • Bob Dylan machte im Rahmen seiner Never Ending Tour in der Wiener Stadthalle Halt.

"Something is happening / but you don’t know what it is." Längst hat es sich herumgesprochen: Konzerte von Bob Dylan können außer unberechenbar sehr gerne auch rätselhaft sein. Wobei sich die vermutlich auch deshalb, also aufgrund von Erfahrungswerten nur 8500 in die Wiener Stadthalle gepilgerten Jünger seit einigen Jahren zumindest auf eine... weiter




Performance-Kritik

Schule des Flirtens2

  • Christine Gaigg sensibilisiert mit "Meet".

Christine Gaigg lud in ihren roten Salon - ein mit paravanähnlichen Wänden abgegrenztes kleines Zimmer auf der Bühne des Tanzquartiers. "Meet" - jemanden kennenlernten oder treffen - nennt die oberöstereichische Performerin ihr experimentelles Format, bei dem alles möglich sein kann, aber nichts zwingend sein muss... weiter




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Das Siegerfoto mit dem Titel "Venezuela Krise", es zeigt einen 28-jährigen Mann mit brennendem Oberkörper während heftiger Proteste gegen Präsident Nicolas Maduro in Caracas im Mai 2017. 

Romy Schneider wurde am 23. September 1938 als Rosemarie Magdalena Albach in Wien geboren. Die Schauspielerei ist ihr in die Wiege gelegt geworden: Ihre Eltern und sogar ihr Ururgroßvater waren Schauspieler. Ihren Künstlernamen verwendete sie kurz nach ihrer ersten Filmrolle in den 1950ern. August Sander, Putzfrau, 1928

Die Schauspielerin Tiffany Haddish posiert auf dem roten Teppich. Bille August.

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