- © Tine Declerck
© Tine Declerck

Ein Schritt. Stille. Noch ein Tanzschritt. Schließlich ein Kommentar. Bald gehen Reden und Bewegen ineinander über. Das Konzept des Performanceabends "Shown and Told" ist übersichtlich: Meg Stuart tanzt und Tim Etchells kommentiert das Geschehen.

Ohne jegliches Bühnenbrimborium läuft die etwa 90-minütige Aufführung in der Halle G im Tanzquartier äußerst minimalistisch und ziemlich unplugged ab. Der Reiz der Sache liegt vor allem darin, der bekannten US-Choreografin (Damaged Goods) und dem renommierten britischen Theatererneuerer (Forced Entertainment) bei der Arbeit zuzusehen.

Beide Künstler sind bei ihrer Collage, die aus einer Abfolge von improvisierten und verabredeten Szenen besteht, auf sympathische Weise entspannt. Aus dem lässigen Zusammenspiel zwischen Körper- und Sprachbildern entwickelt sich ein ganz eigenwilliger Dialog. Stuart und Etchells tasten einander ab, reagieren aufeinander, setzen Kontrapunkte. Es entfaltet sich ein kurzweiliger Abend über Gelingen und Misslingen von Kommunikation.