• vom 05.12.2018, 16:50 Uhr

Bühne

Update: 05.12.2018, 17:05 Uhr

Theaterkritik

"Der kleine Lord" im Theater der Jugend




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Von Petra Paterno

  • Er gehört ins fixe Fernsehprogramm zu Weihnachten. Das Theater der Jugend bringt ihn auf die Bühne.

Niklas Doddo als kleiner Lord.

Niklas Doddo als kleiner Lord.© Rita Newman Niklas Doddo als kleiner Lord.© Rita Newman

"Der kleine Lord" gehört in der Verfilmung aus 1980 mit Alec Guiness zur Vorweihnachtszeit wie Punsch und Christkindlmarkt. Folgerichtig bringt nun das Theater der Jugend Frances Hodgson Burnetts gleichnamigen Kinderbuchklassiker aus 1886 auf die Bühne.

Regisseur Gerald Maria Bauer transferiert die märchenhafte Fin-de-siècle-Geschichte problembewusst in die Gegenwart: Der Marktstand von Apple Annie wird in seiner Fassung etwa von einem Konzern ruiniert. Der Titelheld Cedric (wacker: Niklas Doddo) wächst bekanntlich in ärmlichen Verhältnissen auf, bis er von seinem wohlhabenden Großvater adoptiert wird und nach einigen Wirrnissen das versteinerte Herz des alten Lords erweicht.

Information

Theater

Der kleine Lord

Theater der Jugend, bis: 22. Jän.

Die zweistündige Aufführung für Kinder ab sechs Jahren gerät in dem realistischen Bühnenbild von Regisseur Bauer leider etwas behäbig. Erst nach der Pause nimmt die Inszenierung im Renaissancetheater ein wenig Fahrt auf, nützt dann so gut wie jede Möglichkeit, um noch einige Pointen zu zünden, während die Handlung zunehmend holzschnittartig wird. Aus dem achtköpfigen Ensemble in Mehrfachrollen stechen vor allem Frank Engelhardt und Matthias Mamedof hervor.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-12-05 17:01:41
Letzte Änderung am 2018-12-05 17:05:35


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