• vom 06.12.2018, 16:54 Uhr

Bühne


Theaterkritik

"König Artus" im Rabenhof Theater




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Von Petra Paterno

  • "König Artus" im Rabenhof Theater.

Jan Hutter als König Artus.

Jan Hutter als König Artus.© Pertramer Jan Hutter als König Artus.© Pertramer

Historiker bezweifeln, ob es ihn jemals gegeben hat, was seinen lebhaften Interpretationen in ungezählten Ritter- und Heldengeschichten keinen Abbruch tut: Die Rede ist von König Artus. Der Herrscher Britanniens, der das Schwert Excalibur aus dem Stein zog, ist nach wie vor Zentralgestirn einer ganzen Reihe an Abenteuergeschichten (von der Tafelrunde bis zur Gralssuche), er verbindet überlebensgroße Heldengestalten des Mittelalters (von Parcival bis Lanzelot) mit der Mythologie der Kelten (vom Druiden Merlin bis zu Avalon).

Eigentlich bestes Spielmaterial für Autor und Regisseur Roman Freigaßner-Hauser, der im Rabenhof Theater seit geraumer Zeit altbekannte Sagen und Märchen auf erfrischend neue Weise zu erzählen vermag. Doch bei "König Artus" scheint ihm die Geschichte etwas entglitten zu sein.


Auch wenn das fünfköpfige Ensemble in Mehrfachrollen nach wie vor beherzt an die Sache geht (Lancelot übt sich etwa im Fortnite-Tanzschritt), die Ausstattung mit geringen Mitteln viel Abwechslung bietet, der obligatorische Schwertkampf nicht fehlen darf, bleibt die 90-minütige Vorstellung für Kinder ab elf Jahren doch unter den Erwartungen.

Theater

König Artus

Rabenhof Theater, bis 19. Feb.




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Dokument erstellt am 2018-12-06 17:05:02



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