Die größten Hits der Popgeschichte (inklusive Austropop) mit neuem Text - ein Konzept für einen Liederabend, das man nicht unbedingt als originell bezeichnen kann. Und doch funktioniert es auch bei Stefan Leonhardsberger und Martin Schmid. Denn der Oberösterreicher und der Bayer haben nicht nur selbst viel Spaß an ihrem Tun, sondern bescheren ihn auch ihrem Publikum, das gar nicht anders kann, als bei Tina, Eros oder Michael selbst mitzusummen, während Leonhardsberger seine österreichischen Versionen singt und Schmid an der Gitarre die Beats vorgibt.

Wenig tiefschürfend,
aber sehr unterhaltsam

Und was beim einen die den Gesang begleitende Tanzchoreografie ist, das ist beim anderen die Mimik: So verzweifelt muss man erst einmal dreinschauen können wie Schmid, während sein Compagnon sich die Seele aus dem Leib hampelt und damit für Extra-Lacher sorgt.

Inhaltlich bewegen sie sich knapp über Bodenniveau - allzu tiefschürfendes oder Intellektuelles darf man sich nicht erwarten. Dafür sind die Texte, die sich mehrheitlich um Leonhardsbergers Generation Y drehen, sehr unterhaltsam. Und man merkt dem 33-Jährigen durchaus an, dass er mit Falco & Co großgeworden ist, so wie auch ein großer Teil seines Publikums, das einen bunten Liederabend wie weiland etwa von "Austria 3" serviert bekommt.