Wien. Bühne frei für den Bewerbungsprozess um die neue Direktion des Volkstheaters: Am Donnerstag (10. Jänner) wurde die Ausschreibung für die Position ab 2020/21 veröffentlicht. Die Ausschreibung wurde gründlich vorbereitet. Seit Herbst führte Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler laufend Gespräche rund um die Neupositionierung der Bühne. Dafür liest sich der Ausschreibungstext vergleichsweise vage. Gesucht wird eine "profilierte Persönlichkeit" oder ein Kollektiv, die oder das "für ein zeitgenössisches, politisches Theater mit einer unverwechselbaren Handschrift steht".

Erfahrung mit der Leitung eines Theaters wird nicht explizit als Voraussetzung angeführt, allerdings sollen Bewerber über eine "geeignete künstlerische und organisatorische Leitungserfahrung" verfügen, dadurch können sich auch Festivalkuratoren bewerben. Weiters wird von der Nachfolge für Anna Badora Interesse an "der Positionierung und Profilierung des Volkstheaters in der Wiener Theaterlandschaft als Ort mit Strahlkraft" gefordert, darüber hinaus Interesse an "einem intensiven Austausch mit dem Publikum, der Gewinnung neuer Publikumsschichten sowie zeitgemäßen Vermittlungsprogrammen".

Fünf-Jahres-Vertrag

Auch Sympathien für "neue Theaterformen im Zusammenspiel mit der internationalen und lokalen freien Szene" und eine "Auseinandersetzung mit der Stadt" sind erwünscht. Als Verhandlungsbasis ist ein Jahresbruttogehalt von 130.000 Euro angeführt, der Vertrag läuft fünf Jahre. Bewerbungen sind bis zum 11. Februar an den Stiftungsvorstand der Volkstheater-Privatstiftung zu richten.