- © Felicitas Matern
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"Der Strobl ist ein Wurlitzer auf Haxen", hat die Jazz Gitti einmal gesagt. Sagt Thomas Strobl. Und ob der Spruch jetzt wahr ist oder nicht - der Kabarettist hat die Jukebox im Blut. Musik macht er ja schon lange in verschiedenen Formationen. Diesmal steht er aber ausnahmsweise alleine auf der Bühne und unterhält sein Publikum mit einer ulkigen Reise durch die moderne Musikgeschichte.

Von Rammstein bis Hansi Hinterseer spannt sich der Bogen, aber keine Angst: Das Gros der bekannten Hits, die Strobl - Typ braver Schwiegersohn - an der Gitarre hören lässt, bewegt sich in den Genres Pop und Rock der Siebziger- bis Neunzigerjahre. Italienische Faserschmeichler haben ebenso ihren Platz im Programm wie Wiener Grantler oder wilde Amis. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht und tut im Kollektiv auch gar nicht weh, im Gegenteil. Manche Texte singt er im Original, andere übersetzt er ins Deutsche oder umgekehrt und sorgt damit für Lacher.

Dazwischen gibt es ein Musikquiz und lustige Tanzeinlagen von Strobl, der zum Ende hin auch das Publikum virtuelle Münzen in die Jukebox einwerfen lässt und dabei seine instrumentale Vielfältigkeit zeigt: am Klavier, an der Violine - und mit der Tröte, die beim "We Will Rock You"-Solo zum Einsatz kommt. Weil ihm aber sein Sohn gesagt hat, dass das Trötensolo peinlich ist, greift er dann eh auch zur röhrenden E-Gitarre. Das rockt - aber nicht nur das.