Die Gäste tragen glitzernde Partyhüte, die Musiker stehen bereit, ein Ständchen wird gesungen, das Theater ist festlich geschmückt. Da platzt eine freche Fledermaus in die lustige Geburtstagsparty des Prinzen Orlofsky, stiehlt dessen Krone und verschwindet. Da ist gleich Papagena, die beste Vogelfängerin aller Zeiten", zur Stelle, die dem Prinzen helfen will, den ungebetenen Gast aufzuspüren und den güldenen Kopfputz zurückzuholen.

Was auf diese Ausgangsszene im Zuschauerraum des Theaters an der Wien folgt, ist eines der ungewöhnlichsten, witzigsten und kurzweiligsten Musiktheaterprojekte, die es derzeit zu sehen gibt. Die Kinder - Altersempfehlung ist von sechs bis zehn - begeben sich in zwei Gruppen mit Orlofsky beziehungsweise Papagena, den Choristen und Musikern des kleinen Ensembles auf die Suche nach dem flatternden Störenfried. Dazu geht es hinter die Bühne, in das Labyrinth darunter, in die Kantine, in die Pausenräume. Unterwegs und an einzelnen Stationen wird mitten unter und mit den Kindern gespielt, getanzt und gesungen: großteils neu gedichtete Auszüge aus Mozart-Opern, vor allem der "Zauberflöte", und Johann Strauß’ Operette "Die Fledermaus".

Die interaktive musikalische Collage (Leonard Eröd) ist witzig gemacht und verwendet die Originalstücke sehr frei. Das junge Ensemble setzt die Ideen von Anna Katharina Bernreitner (auch Regie) und Catherine Leiter leichtfüßig, spielerisch und die Kinder einbindend um. Eine musikalische Entdeckungsreise durch das Opernhaus, die auch die erwachsenen Begleitpersonen begeistert.

Kinderoper

Papagena jagt die Fledermaus

Eine musikalische Führung durch das Theater an der Wien

Termine am 23. und 24. Februar