Foto: Schneck + Co
Foto: Schneck + Co

Eigentlich ist es ein sehr trauriger Umstand, der in Mira Lobes Kinderbuchklassiker "Die Omama im Apfelbaum" der Geschichte zugrunde liegt: Andi hat keine Großmutter, weil beide längst gestorben sind. Was also tun? Er denkt sich eine Omama aus, mit der er im Apfelbaum die rasantesten Abenteuer erlebt, bevor er eine reale Leihoma bekommt. Dass das auch auf der Bühne wunderbar funktioniert, zeigt Schneck + Co im Wiener Niedermair.

Mit einer Handpuppe für die erfundene Omama, zwei Darstellern für alle anderen Figuren und jeder Menge Requisiten geht es hier eine Stunde lang voll zur Sache. Ob Rummelplatz (Achtung, gruselige Geisterbahn!), Wildpferde fangen oder Seesturm: Mit der Omama auf dem Arm erlebt Andi die wildesten Szenen auf einer erstaunlich stabilen, echt großen Apfelbaum-Kulisse. Natürlich gibt es dabei viel Musik und noch mehr Sachen zum Lachen für die kleinen Zuschauer (ab 5 Jahren), vor allem wenn der ängstliche kleine Wurm, der im Apfelbaum wohnt und durch die Handlung führt, mit seinem Sprachfehler "Ich hab Siss" haucht, wenn es wieder einmal allzu wild zugeht.

Auch sonst reißt Peter Schneck Scheibenreif eine Stunde lang ohne jeden Leerlauf einen Riesen-Kasperl runter, während Ursula Bleyer einen sehr coolen Andi gibt. Das Ganze sehr nah am Buch, nur im Finale leicht gekürzt.