Berlin. Die Berliner Staatsoper Unter den Linden nimmt nach den Turbulenzen um Generalmusikdirektor Daniel Barenboim die kommende Spielzeit in den Blick. Mit Regisseuren wie dem österreichischen Künstler André Heller und dem argentinischen Filmemacher Damián Szifron ("Wild Tales"), die erstmals Opernregie führen, setzt das Haus in der Saison 2019/20 auf neue Namen, wie die Staatsoper am Montag ankündigte.

Heller feiert sein Debüt mit Richard Strauss' "Rosenkavalier", die musikalische Leitung übernimmt Zubin Mehta, die Kostüme der österreichische Modedesigner Arthur Arbesser. Auch Szifron, dessen Film "Wild Tales - Jeder dreht mal durch" für einen Auslands-Oscar nominiert worden war, kommt als Debütant - für Camille Saint-Saëns' "Samson et Dalila", Barenboim übernimmt die musikalische Leitung.

Die Staatsoper stellte die neue Spielzeit nicht wie bisher auf einer Pressekonferenz vor, sondern verschickte die Saisonbroschüre per Mail und postete sie in Sozialen Medien. "Wir wollen eine neue Form der Vermittlung unserer Inhalte versuchen, bei der das Programm im Mittelpunkt steht", sagte Intendant Matthias Schulz. Angesichts der Diskussionen um Barenboim sei es für die Staatsoper wichtig, dass die Präsentation davon "nicht überlagert" werde. Ehemalige Mitglieder der Staatskapelle hatten Barenboims Führungsstil kritisiert.(apa/dpa)