Operndirektor seit zwölf Jahren: Robert Meyer. - © apa/Hans Punz
Operndirektor seit zwölf Jahren: Robert Meyer. - © apa/Hans Punz

Wien. (irr/apa) Auch in der nächsten Spielzeit setzt die Volksoper vor allem auf Frohsinn. Vier der neun Premieren gelten der leichten Muse, hinzu gesellt sich eine Gala. Anlass: der 80. Geburtstag von Operetten-Lady Dagmar Koller. Die Meriten von "Dagi", wie sie Direktor Robert Meyer nennt, sollen am 1. September 2019 ausführlich in Form von Videozuspielungen, musikalischen Darbietungen und einem Künstlergespräch gewürdigt werden.

Die erste Premiere (14. September) lässt dann einen legendären Show-Erfolg neu aufleben, nämlich "Cabaret". Bettina Mönch wird in die Rolle der Sally Bowles schlüpfen, die einst von Liza Minnelli geprägt wurde; Hausdebütant Gil Mehmert inszeniert. In der Folge geistert "Das Gespenst von Canterville" durch das Gebäude am Gürtel (18. Oktober), laut Ankündigung eine "humorvolle Gruseloper für die ganze Familie" von dem Zeitgenossen Marius Felix Lange. Um den 200. Geburtstag von Jacques Offenbach zu feiern, wird dessen rare Operette "König Karotte" (23. November) auf die Bühne verfrachtet. Nur halbszenisch zeigt sich das Musical "Brigadoon" (1. Dezember), eine Liebesgeschichte aus der Feder des Duos Alan J. Lerner und Frederick Loewe, bevor am 29. Februar 2020 ein Schlachtross aus dem Operettenstall zum Einsatz kommt, nämlich der "Zigeunerbaron" von Johann Strauß. Fast schon verstörend ernst wirkt in diesem Zusammenhang die nächste Opernpremiere: Sie gilt Modest Mussorgskis "Boris Godunow" ( 2. Mai) und wird von der Regietheater-Legende Peter Konwitschny in Szene gesetzt.

Erfreuliche Auslastung

Die Ballett-Neuheiten der Saison heißen dagegen "La Piaf" (28. März 2020) sowie "Appassionato" (5. Juni), im Kasino am Schwarzenbergplatz setzt es abermals eine biografische Oper, diesmal "Schoenberg in Hollywood". Robert Meyer, bereits seit 2007 auf dem Direktorensessel und ebenda noch bis 2022, kann mit den Zahlen zufrieden sein: Die Auslastung der aktuellen Saison liegt bei 81 Prozent, der Wert hat sich damit gegenüber den zwei Vorjahren wieder gesteigert.