Anna Badora. - © apa/Schläger
Anna Badora. - © apa/Schläger

Anna Badora eröffnet ihre fünfte und letzte Spielzeit am 11. September 2019 wie gewohnt in Eigenregie: Die Volkstheater-Intendantin bringt eine Dramatisierung von Heimito von Doderers "Die Merowinger" auf die Bühne. Mit bekannten Regiekräften wie Miloš Lolić ("Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss") und Viktor Bodó ("Peer Gynt") geht die Spielzeit weiter. Einer der Höhepunkte dürfte wohl Christina Rasts Dramatisierung von Édouard Louis Erfolgsromanen "Das Ende von Eddy" und "Wer hat meinen Vater umgebracht" werden.

Mit David Schalkos "Schwere Knochen" wird am 15. Jänner 2020 die Ausweichspielstätte Halle E im Museumsquartier eröffnet. Im Februar bringt das bewährte Duo Christine Eder und Eva Jantschitsch alias Gustav eine Revue zum Thema "Schuld & Söhne" auf die Bühne. Die ausladende Zuschauertribüne der Halle E soll im übrigen für etwa 800 Plätze ausgerichtet werden. Ab April 2020 endet dann auch die Spielzeit im Ausweichquartier, da die Wiener Festwochen die Halle E benötigen.

Gespielt wird ab dann ausschließlich in der Nebenspielstätte Volx/Margareten. Der Spielplan für die kleine Bühne im fünften Bezirk kann sich wirklich sehen lassen: Armin Petras, weithin bekannter deutscher Theatermacher und ehemaliger Intendant, bringt im März ebendort "Körper-Krieg" zur Uraufführung. In dem Stück soll es um Doping-Opfer der DDR gehen. Auch Nachwuchskräfte, deren Karriere mit Badoras Intendanz verbunden ist, kommen noch einmal zum Zug - etwa Felix Hafner mit Kafkas "In der Strafkolonie" und Bérénice Hebenstreit mit Goethe/Jelineks "Urfaust/FaustIn and out". Den krönenden Abschluss liefert die Radikalperformerin Florentina Holzinger, die für "Wir Hungerkünstler/innen" erstmals mit Theaterschauspielern zusammenarbeiten wird. Man darf gespannt sein.

Der Spielplan für die Volkstheater-Bezirke-Schiene reicht von Klassikern ("Weh dem, der lügt!) bis zum jüngsten Stück von David Lindsay-Abaire "Die Reißleine". Den Abschluss bildet "Warten auf Godot". Das facettenreiche Vermittlungsprojekt "Junges Volkstheater" nimmt 2019/20 überdies am Bezirke übergreifenden Pilotprojekt "Stadtlabore" teil.