Hamburg. Das Stück "Die Schulz-Story" über den Aufstieg und Fall des Ex-SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz hat die achten Hamburger Privattheatertage eröffnet. In der fast dreistündigen Inszenierung von Christof Küster verkörperte Sebastian Schäfer lebensnah mit Brille, Bart und Habitus das innere und äußere Drama des Politikers.

Vom Publikum im voll besetzten Altonaer Theater gab es für das Gastspiel des Studio Theater Stuttgart minutenlangen Beifall. Das Stück ist eine Bühnenfassung des gleichnamigen "Spiegel"-Bestsellers von Markus Feldenkirchen.

Als Erzähler Feldenkirchen, der Schulz in der Realität fünf Monate lang 2017/18 begleiten durfte, trat Moritz Brendel in einer weiteren Hauptrolle in Aktion. Anwesend waren an dem Abend auch der mehrfach preisgekrönte Spiegel-Autor sowie Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Bei dem Festival werden bis zum 23. Juni zwölf herausragende Inszenierungen aus dem gesamten Bundesgebiet gezeigt. Sie konkurrieren in den Kategorien "Komödie", "(Zeitgenössisches) Drama" und "Klassiker" um den Monica-Bleibtreu-Preis. Die Auszeichnungen werden bei einer Gala am 23. Juni in den Hamburger Kammerspielen verliehen. (apa)