Auch in Wien stark präsent: Pollesch. - © dpa/apa/Britta Pedersen
Auch in Wien stark präsent: Pollesch. - © dpa/apa/Britta Pedersen

Berlin. Lange wurde diskutiert, nun ist die Entscheidung gefallen: René Pollesch wird der nächste Intendant der Berliner Volksbühne. Der deutsche Theaterregisseur und Autor übernimmt die Leitung zur Saison 2021/22.

Die Volksbühne zählt zu den wichtigsten Schauspielhäusern Berlins. 1992 bis 2017 stand sie unter der Leitung der Regie-Legende Frank Castorf, die hier prägende Arbeiten schuf. Nachfolger Chris Dercon war deutlich weniger Fortüne beschieden: Schon die Berufung war umstritten, der Protest an seiner Leitung ebbte auch danach nicht ab. Schließlich wurde der Vertrag des Mannes, der bisher vor allem als Museumsmanager tätig gewesen war, im April 2018 mit sofortiger Wirkung gelöst. Seither leitet Klaus Dörr, davor stellvertretender Intendant des Stuttgarter Schauspiels, interimistisch das Haus.

Nachfolger Pollesch ist aktuell in Wien mit einem Bühnenwerk bei den Festwochen vertreten: "Deponie Highfield", gemeinsam mit dem Burgtheater realisiert, steht noch bis kommende Woche auf dem Spielplan im Akademietheater. Es ist bereits die neunte Arbeit Polleschs am Burgtheater.