Kittsee. Die Schauspielerin Brigitte Swoboda ist am Montag (24. Juni) im Krankenhaus Kittsee gestorben. Brigitte Swoboda ist am besten in Erinnerung als Hausmeisterin Elisabeth Koziber in der ORF-Fernsehserie "Kaisermühlen Blues".

Swoboda wurde am 1. Februar 1943 in Wien-Brigittenau geboren. Als Kind wollte sie Pianistin oder Schauspielerin werden. Sie machte aber eine Ausbildung zur Grafikerin. Im Alter von 17. Jahren begann sie schließlich doch, Theater zu spielen. 1969 wurde sie von Gustav Manker entdeckt und an das Wiener Volkstheater engagiert. Ihre Antrittsrolle war die Salome Pockerl in Johann Nestroys "Der Talisman" an der Seite von Helmut Qualtinger. Swoboda spielte die Salome Pockerl als ungemütliche Proletarierin. Das Couplet "Ja, die Männer hab’n ’s gut!" klang "so gefährlich, als sei es mit einem rostigen Messer geritzt", konstatierte die Süddeutsche Zeitung. Ebenfalls im Jahr 1969 bekam Brigitte Swoboda durch Zufall die Rolle der Birgit in Wolfgang Bauers Erstlingswerk "Magic Afternoon" am Wiener Ateliertheater. Für diese Rolle erhielt sie die Kainz-Medaille.

Volksstücke und neue Dramatiker

Ihre Domäne waren Raimund, Nestroy und die neuen österreichischen Dramatiker wie Wolfgang Bauer, Peter Turrini, Walter Wippersberg, Heinz Rudolf Unger und Felix Mitterer. Beim großen Publikum erlangte sie aber Berühmtheit als Hausmeisterin Elisabeth Koziber in der TV-Serie "Kaisermühlen Blues".

Seit 2006 lebte Brigitte Swobobda mit ihrem Mann in Apetlon im Bezirk Neusiedl am See, wo sie auch beigesetzt wird. (red)