Wer es lieber lässig mag, sollte sich "The Deadpan Dynamite - The Art of the Gag" am 5. und 7. August im Schauspielhaus nicht entgehen lassen. Konzeptkünstler Roland Rauschmeier und Regisseur Yosi Wanunu wollen es auf ihre "alten" Tage nochmal wissen und sich als Comedians beweisen. "Deadpan" ist der englische Begriff für trockenen Humor. Damit hat Wanunu, der seit 1997 in Wien unter dem Label "toxic dreams" Theater macht, viel Erfahrung. Sein Partner in Deadpan-Crime Rauschmeier arbeitet im Kollektiv "Wiener Tanz- und Kunstbewegung" mit der französischen Choreografin und Tänzerin Anne Juren zusammen. Deren Performance "42" ist im Rahmen von Impulstanz im Odeon zu sehen. Juren verbindet Anatomie und Lust, untersucht den Körper als Archiv und versucht poetische Verbindungen zwischen Bühne und Publikum.

Rekonstruktionen

Fast als Abschluss des Festivals zeigt die Cie. Willi Dorner am 9. August mit "mazy" eine weitere Rekonstruktion. Die "Versuchsanordnung für fünf Tänzer_innen" wurde 1999 bei Impulstanz uraufgeführt und kommt nun zum 20-jährigen Bestehen der Compagnie als Neuinszenierung heraus. Neben seinen international tourenden Bühnenstücken hat Dorner mit der ortsspezifischen Installationsreihe "bodies in urban spaces" eine markant-photogene Vermessung von öffentlichem Raum durch Körper erfunden. Die Ausstellung "Stages of Transition" im Bildraum 07 präsentiert über die Dauer des Festivals filmische Arbeiten der Cie. Willi Dorner, sowie Dokumentationen und Fotos. So feiert Impulstanz das Jubiläum

Und für einen Web-Skandal ist das Tanz-Festival auch gut: Facebook sperrte die Seite wegen "Nacktdarstellung" (siehe auch Kommentar). Für Aufmerksamkeit ist also gesorgt - freilich nicht allein deshalb.