Nach der Premiere im Berliner Berghain präsentierte Planningtorock das neue Album "Powerhouse" nun auch in Wien. Im Rahmen des Impulstanz-Festivals wurde die 90-minütige Show in der Halle E im Museumsquartier gezeigt. Planningtorock aka Jam Rostron produziert seit 2006 Musik, mittlerweile sind fünf Alben erschienen, auch eine Zusammenarbeit mit The Knife. Thematisch geht um Transidentität und Nonbinarität, die Stimme schimmert durch den Autotuneeffekt.

Für die Präsentation von "Powerhouse" - ein autobiografisches Album, mit Texten über Rostrons Mutter und autistische Schwester, aber auch über sexuellen Missbrauch - hat Planningtorock mit dem Tänzer Ian Kaler zusammengearbeitet. Nicht zum ersten Mal. Die beiden kollaborieren üblicherweise für Kalers Tanzperformances. Ende Juli zeigten sie im Leopold Museum, ebenfalls im Rahmen von Impulstanz, eine Jam-Session mit dem Titel
"o.T. | Raw Practice". Ein intensives und zärtliches Zusammenspiel von Musik und Bewegung.

Neben Kaler treten Ambrita Sunshine und Freddy Houndekindo auf und zeigen auf der Bühne, wie tanzbar das musikalische Arrangement ist. Die Visuals von Imogen Heath vibrieren in kräftigen Farben. Ein Video zeigt Rostron mit Schwester im Auto sitzend. Der dazugehörige Song "Beulah loves dancing" erklingt ohne Autotune. Ein sehr liebevoller Moment. Überhaupt Liebe. "Powerhouse" ist eine Liebeserklärung an die Musik. "You just like it. It is easy to like music", sagt Planningtorock. Und hat recht damit.