Maschek (im Bild Robert Stachel und Peter Hörmanseder) mit Angela Merkel - © Ernesto Gelles
Maschek (im Bild Robert Stachel und Peter Hörmanseder) mit Angela Merkel - © Ernesto Gelles

"MASCHEK MACHT MERKEL" - mit den Versalien im Titel des neuen Programms, das Maschek der deutschen Kanzlerin zum (irgendwann halt doch) bevorstehenden Abschied widmen, wollten sie eine gewisse Doppeldeutigkeit ermöglichen: Wer wen macht oder wer die Macht hat, mögen sich die Zuhörer selbst zusammenreimen.

Zu sehen gibt es jedenfalls Bilder aus fast 20 Jahren CDU-Vorsitz und beinahe 15 Jahren Kanzlerschaft, die wie gewohnt mit launigen Synchronisationen unterlegt sind. Maschek und ihr Publikum begleiten Angela Merkel bei ihrem Aufstieg ins Kanzleramt und nehmen dabei ihre internationalen - und darunter natürlich auch die österreichischen - Wegbegleiter aufs Korn: Der G8-Gipfel in Heiligendamm wird als Koch-Votingshow inszeniert, in der niemand Tony Blairs Menü essen will. Mahmoud Ahmadinejad unterzieht sich einem Schurken-Training durch eine geheime Pimp-Agentur. Wolfgang Schüssel verliert eine blöde Wette gegen Gerhard Schröder, der selbst österreichischer Kanzler wird. Und Alfred Gusenbauer bewirbt sich wie mehrere andere bei einer Art "Bachelorette"-Castingshow, in der "Mutti" Merkel einen Begleiter für Staatstermine als Ersatz für den Herrn Sauer sucht - was George W. Bush für ein unmoralisches Angebot aus nutzt.

Wie gewohnt sind die Texte genauso schräg wie die verstellten Stimme. Und selbst wenn vielleicht nicht bei jeder Pointe 100 Prozent dessen, was sich Maschek dabei gedacht haben, beim Publikum ankommen, hat es auf jeden Fall seine Gaudi.•