Ob Mann oder Frau, groß oder klein, dick oder dünn, schön oder hässlich - Körpern werden Merkmale zugeordnet. Als Einschreibungen bezeichnen es die Performer Claire Vivianne Sobottke, Michael Turinsky und Teresa Vittucci in ihrer jüngsten Gemeinschaftsarbeit "We Bodies", die am Mittwoch im Wiener WUK Premiere hatte.

Und diese "Einschreibungen" stellen die drei Performer in Zusammenhang mit den Begriffen Monster und Wunder, die als Phänomene die natürliche Ordnung in Frage stellen. So das Konzept. In der Praxis erarbeiteten sie eine Performance, die sich mit den Eigenheiten der doch sehr unterschiedlichen Körper auseinandersetzt. Dafür zeigen sie sich in ihrer Blöße, lassen Brüste wippen, schlagen sich auf das Geschlecht und ins Gesicht, vereinen sich in einem Knoten aus Fleisch einmal mit heiteren Grimassen, dann wieder fast vorwurfsvoll das Publikum anstarrend. Hin und wieder sieht man das Victory-Zeichen. Ein Sieg? Im Kampf gegen Körperbilder sehr wohl. Für eine geglückte Performance eher weniger: Aus dem durchaus interessanten Konzept wurde hier eher eine ambitionierte Körperschau mit dramaturgischen Längen. Schade um die Idee.