Der Plot ist schnell erzählt: Mutter Ente hat unter ihren Küken eines, das so gar nicht dazupasst. Es wird verstoßen und verachtet - bis sich herausstellt, dass das hässliche Entlein in Wahrheit ein kleiner Schwan ist, der nachher eleganter ist als alle anderen.

Michaela Obertscheider und ihr junges Ensemble spielen "Die wunderschöne Geschichte vom hässlichen Entlein" (frei nach Hans Christian Andersen) im Niedermair mit sehr vielen Tieren, die den kleinen Schwan (Kira Koppandi) so nehmen, wie er ist. Sie sprechen ihm Mut zu und helfen ihm, seinen eigenen Weg zu finden. Ida Golda glänzt als furchtsame Maus und als sehr mütterliche Henne. Umso garstiger ist die Ententante, die Obertscheider gibt, ehe sie unter anderem in die Rolle eines schlauen Fuchses und eines absolut coolen Marienkäfers (sieben Punkte, oida!) schlüpft. Und Bircan Batir wechselt zwischen leicht debilem Wachhund, jagdfaulem Kater und glupschäugigem Frosch hin und her, um nur die wichtigsten Rollen in diesem Tiermärchen zu nennen.

Eine knappe Stunde - gefüllt mit ein wenig Melancholie, aber vor allem viel Komik - braucht der kleine Schwan für seine Metamorphose. Dass dem kleinen Publikum (ab 5 Jahren) dabei nicht langweilig wird, dafür sorgt einiges an Slapstick.