Die neue Rolle hat sie kalt erwischt. Aber nach 20 Jahren als Hauptschullehrerin in Wien hat Magda Leeb vom AMS-Algorithmus einen neuen Job empfohlen bekommen: Kaiserin von Österreich. Warum ausgerechnet sie? "Weil ich absoluter Durchschnitt bin, ich bin die Mitte", lautet ihre Erklärung. Jetzt muss sie es nur noch politisch durchsetzen. Was sie so alles als Kaiserin ändern würde, füllt dann einen ganzen Abend, den zu einem Großteil das Publikum mitträgt. Denn Zurufe sind ausdrücklich erwünscht, und in der Pause werden noch einmal explizit Ideen gesammelt.

Leebs Reaktionen auf die diversen Inputs zeigen einmal mehr ihr großes Improvisationstalent - und natürlich auch ihre gute Vorbereitung, denn sie hat sogar ein paar passende Lieder in der Tasche. Inhaltlich wird es naturgemäß rasch politisch, und hier zeigt sich, dass sie eigentlich viel zu demokratisch und freiheitsliebend ist, um als echte Monarchin durchzugehen. Und so arbeitet sie sich mit einer gewissen Schlagseite an der Tagespolitik ab. Dies allerdings frei von stumpfer Polemik, sondern stets mit einem kleinen Lächeln im Gesicht.

Magda Leeb:
Die Kaiserin von Österreich

Nächste Termine:
5. November, Theater am Alsergrund (Wien); 7. November, Blumenhalle St. Veit;
12. Nov. Posthof Linz
29. November, Tschocherl (Wien)

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