Die Künstler-Plattform "Wiener Perspektive" hat sich für den Verbleib des Koproduktionshauses brut Wien im Künstlerhaus ausgesprochen. "Wir fordern die sofortige Rückkehr der freien Szene ins Theater im Künstlerhaus", heißt es in einem schriftlichen Statement der Gruppe. "Das Theater im Künstlerhaus muss weiterbestehen und zwar an dieser Adresse."

Unter anderem stößt man sich daran, dass die Künstler über die Vorgänge "völlig im Dunkeln gelassen wurden", wie Kornelia Kilga (toxic dreams) gegenüber der APA festhielt. Zuletzt war bekanntgeworden, dass dem brut nach Fertigstellung der von Hans Peter Haselsteiner finanzierten Sanierung des Künstlerhauses die Absiedelung droht. Ob die dadurch frei werdenden Räumlichkeiten an die "Albertina modern", die künftig einen Teil des Künstlerhauses bespielen wird, gehen, ist nicht bekannt.

Kontakt zur Stadt Wien

Laut Kilga gebe es aktuell "noch eine ganze Menge offener, faktischer Fragen" - vom Vertragsverhältnis des brut über die Frage der Sanierung bis zum Zustand des Hauses. Den Kontakt mit der Stadt gebe es jedenfalls, Kilga sieht ein "Aufeinanderzugehen". "Es gibt auch durchaus Verständnis für die Situation." Die Zukunft des brut sei letztlich "nicht nur eine kulturpolitische Frage, sondern auch eine stadtplanerische".

Appelliert wurde im Pressestatement im Übrigen auch an die Mitglieder des Künstlerhauses: "Nutzt eure Sperrminorität und kämpft an unserer Seite. Ihr seid die Nächsten im Künstler-Raus-Spiel."

2015 wurde bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs der gemeinsame Weg mit der Haselsteiner Familienprivatstiftung und der Albertina beschlossen. (apa)