Die Festspiele Reichenau verbringen den kommenden Sommer ganz ohne Schnitzler, Hofmannsthal, Werfel und Zweig. Das Intendantenpaar Loidolt stellte das aktuelle Programm am Donnerstag vor. Geboten werden Stücke von Johann Nestroy, Henry James, Carl Zuckmayer, Heimito von Doderer und Joseph Roth.

"Veränderung muss sein": Intendanten-Ehepaar Peter und Renate Loidolt. - © Wikimedia Commons
"Veränderung muss sein": Intendanten-Ehepaar Peter und Renate Loidolt. - © Wikimedia Commons

"Eigentlich sind wir schon ein Altertum, aber trotzdem noch in großer Frische und Begeisterung. Wir werden in dieser 32. Saison die millionste Karte verkaufen", freute sich Peter Loidolt. Dabei werde man neuen Namen und alten Bekannten begegnen. "Etwas Veränderung muss sein", sind Peter und Renate Loidolt überzeugt. Maria Happel kehrt als Regisseurin und Mitwirkende zurück. Sie inszeniert "Arme reiche Erbin", eine von Stefan Slupetzky erstellte Bühnenfassung des Romans "Washington Square" von Henry James. Die Hauptrollen spielen ab 3. Juli Martin Schwab, Wanda Worch und Elisabeth Augustin.

Michael Gampe inszeniert die 1856 in Reichenau entstandene Nestroy-Posse "Umsonst" im Neuen Spielraum. Auf der Bühne stehen unter anderem Toni Slama, Chris Pichler und Alina Fritsch (Premiere: 5. Juli). Hermann Beil übernimmt seine inzwischen elfte Inszenierung in der Gemeinde am Fuße der Rax, er realisiert seine Spielfassung von Carl Zuckmayers "Des Teufels General" (ab 4. Juli).

Dramatisierte "Wasserfälle"

Eine weitere Dramatisierung bieten die Festspiele mit Heimito von Doderers "Die Wasserfälle von Slunj" in der Bearbeitung von Nicolaus Hagg in der Regie von Beverly Blankenship, unter anderem mit Günter Franzmeier (ab 6. Juli). Schließlich gestaltet Renate Loidolt in der Reihe "Literatur in Szene" Joseph Roths "Die Geschichte von der 1.002. Nacht" (Premiere: 11. Juli). Der Vorverkauf für Mitglieder des Fördervereins ist bereits im Gange. Der allgemeine Kartenverkauf startet am 20. Februar. (apa)