Gut Ding braucht bekanntlich seine Zeit. Im Fall "Der Drei ???" bedeutet dies eine Wartezeit von 40 Jahren, 202 Fällen bis zum Premierenauftritt der Live-Lesung in Wiener Konzerthaus. Das Jubiläum der Hörspielserie brachte man in der aktuellen Show mit dem Titel "Die drei ??? und der dunkle Taipan" nun in eine mehr als würdige Live-Version.

Zahlreiche Referenzen an frühere Fälle und viel Spaß auf der Bühne und im Publikum sorgten für einen absolut gelungenen Abend. Auf der Bühne mit Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich, der das Bühnenskript (nach Ideen von Die drei ??? - Autor Hendrik Buchna) geschrieben hat, wie immer in Höchstform. Unter der Regie von Kai Schwind, der auch die letzte Live-Tournee‚ Phonophobia‘ mitgestaltet hat, waren Katrin Fröhlich, Tim Grobe und Matthias Keller als Sprecher, Michael Prelle als Erzähler und Jörg Klinkenberg als Geräuschemacher auf der Bühne zu sehen. Apropos Bühne: Nachdem in Deutschland seit Jahren die großen Veranstaltungshallen mit den Tourneen gefüllt werden, war der Auftritt im Wiener Konzerthaus wohl der intimste auf der ganzen Tour. Darf man den Worten bei der Begrüßung Glauben schenken, dann wird es nicht der letzte Auftritt in Wien gewesen sein. Schon vor der Veranstaltung verlieh der Wiener Aqua Terra Zoo "Haus des Meeres" den drei Detektiven die Ehrenpatenschaft für seinen Inlandtaipan. Und zum Jubiläum auch die Botschaft an die Fans - es wird sicher nicht der letzte Fall der Detektive gewesen sein.


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Die drei ??? und der dunkle Taipan - Infos zur Live-Tour
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Der aktuelle Fall wiederum bringt zahlreiche Charaktere und Reminiszenzen aus früheren Fällen zurück. Katrin Fröhlich, die bereits 1981 erstmals ihre Rolle als Allie Jamison in den Hörspielen sprach, war auch in Wien mit und sprach - ihre Hündin "Queenie", eigentlich "Queenie III" nach dem Pferd "Queenie" und dem Auto "Queenie II" – ebenfalls mit dabei, eine nicht unwesentliche Nebenrolle. Von den Fans vielbejubelte Live-Klassiker – die Vorstellung der Detektive mit ihrer Visitenkarte und die Einbindung des überragenden Geräuschemachers Klinkenberg – kamen ebenfalls nicht zu kurz. Wie auch der eine oder andere Seitenhieb – als etwa die Sprache auf den Fall "Das Gold der Inkas" kommt. Das siebente Drei-Fragezeichen-Computerspiel erschien 2007 und war das erste 3D-animierte Spiel der Serie. Da heißt es dann – "Aber das war ja gar kein Fall für uns – da haben sie andere Sprecher verwendet".

Ein spannender Fall, mit viel Witz, grandioser Hörspiel-Atmosphäre und Sprecher, die offensichtlich immer noch viel Spaß an ihrem Beruf haben. Bei Standing Ovations und viel Jubel, dann die Abschiedsworte von Oliver Rohrbeck: "Bitte schlaft weiterhin mit uns ein!". Machen wir, aber nicht an Abenden wie diesem.