Das Salzburger Marionettentheater startet mit einem neuen Konzept und 150.000 Euro Jahresförderung der Stadt Salzburg in die Saison. Die Förderung für das Jahr 2020 wurde am Donnerstag, 5. März, im Kulturausschuss der Stadt einstimmig beschlossen. Das seit 2016 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO zählende historische Theater stand im Jahr 2018 knapp vor dem Aus.

Nun liegt ein Konzept zur Neuausrichtung vor. Das renommierte Theater soll bis 2022 finanziell und strukturell wieder auf sicheren Beine stehen, teilte die Stadt Salzburg in einer Aussendung mit. Dazu wurde ein Verein und die operativ tätige Salzburger Marionettentheater GmbH gegründet und mit einer Neustrukturierung begonnen.

105 Jahre nach seiner Gründung durch Anton Aicher hatte das bisher privat geführte Marionettentheater mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Im Jänner 2019 konnte eine drohende Schließung abgewendet werden. Stadt, Land und der Förderverein "Internationale Salzburg Association" hatten mit 300.000 Euro Ausfallhaftung den laufenden Betrieb für das Jahr 2019 garantiert. Ein neu gegründeter Trägerverein sollte den Fortbestand sichern, unter Einbeziehung von Experten wurde ein Zukunftskonzept entwickelt.

Eine Welt voll Zauber

Unter dem Titel "Eine Welt voller Zauber, Fantasie, Kunstfertigkeit und Tradition" setzt das Konzept einerseits auf die Bewahrung der hochkarätigen und weltweit einmaligen Spielweise und des traditionsreichen Repertoires, andererseits auf Neuproduktionen, neue Formate für spezifische Zielgruppen und Kooperationen. Eine Wanderbühne soll außerdem dazu beitragen, die Puppen aus dem Theater direkt zum Publikum an neuen Spielorten in der Stadt und in den Regionen zu bringen.

Die Ausschreibung für die künstlerische und kaufmännische Leitung der GmbH läuft derzeit. Die neue Intendanz soll im Herbst ihre Arbeit aufnehmen. (apa)