Wien. Das diesjährige Motto des Imagetanz-Festival ist klingt nach Wunschprogramm: "We dance what you think" - also "wir tanzen, was du denkst". Spezialisiert haben sich die jungen Künstler heuer vor allem darauf, gesellschaftliche Spannungsfelder der Gegenwart mit den Mitteln aus Choreografie und Performance zu durchleuchten. So beschreibt der Veranstalter, das Wiener Koproduktionshaus brut, das Festival, das von 7. bis 28. März in etlichen Wiener Location stattfindet.

Bei der Standortsuche musste man wieder kreativ sein, da das frühere Stammhaus im Künstlerhaus aufgrund der laufenden, vom Unternehmer Hans Peter Haselsteiner finanzierten Renovierungsarbeiten nicht mehr zur Verfügung steht: Imagetanz startet im Ankersaal in der Favoritener Brotfabrik sowie auf dem Zwischennutzungsareal am Kempelenpark - und ist danach im Studio brut, im Kosmos Theater, in der Erbsenfabrik Wien sowie im Kunstbogen zu sehen. Dort werden fünf Uraufführungen lokaler Künstler und fünf österreichische Erstaufführungen, sowie Studio-Visits, Diskussionen, Partys und ein offener Workshop veranstaltet: So zeigen etwa Choreografin Ingrid Berger Myhre und Musiker Lasse Passage ihr Duett "Panflutes and Paperwork", Tänzerin Inga Huld Hakonardottir und Soundkünstler Yann Leguay verbinden in "Again the Sunset" Bewegliches und Skulpturales, Performerin Lau Lukkarila präsentiert ihre Uraufführung "Nyxxx".

Dominik Grünbühel und Charlotta Ruth bringen "Living Documents I-V", hannsjana "Die große M.I.N.T.-Show" und Claudia Lomoschitz "Soft Skills" auf die Bühnen quer durch Wien.(vf)