Die Präventionsmaßnamen zur Coronavirus-Pandemie trifft auch viele Kulturveranstalter hart, da Aufführungen derzeit auf unbestimmte Zeit nicht mehr möglich sind. "Wir stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand" warnt daher die Kulturplattform Oberösterreich (KUPF). Besucher haben bei Absagen das Recht, ihren im Voraus entrichteten Ticket-Preis zurückzubekommen, auch wenn die Veranstalter keine Schuld an der Absage trifft.

Daher hat man sich zur Kampagne #norefundforculture entschlossen. Die Bitte an die Bevölkerung: sich das Geld für bereits gekaufte Eintrittskarten für kommende Veranstaltungen nicht rückerstatten zu lassen. "Fordert das Geld nicht zurück, wenn ihr aktuell darauf verzichten könnt", so die Initiatoren. "Denn die Fixkosten laufen ja weiter. Viele der Veranstalter wollen die ausgefallenen Konzerte ohnedies nachholen, manche werden auch von sich aus die gekauften Karten zurückerstatten. Aber wie gesagt: Wenn ihr es euch leisten könnt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt mit den vielen tausenden Menschen im Kulturbetrieb solidarisch zu sein", so die Künstler.

Die Kulturschaffenden haben daher schon länger ein "Hilfspaket zur Rettung des österreichischen Kultursektors" von der öffentlichen Hand gefordert. Sowohl Bund, Land Oberösterreich als auch die Städte Linz und Wels hätten bereits Kulanz bei der Abrechnung von abgesagten Veranstaltungen zugesagt. Die Stadt Linz und das Land wollen Förderauszahlungen vorziehen und auf Ratenzahlungen verzichten. Linz wolle auch im Einzelfall auf Mieteinnahmen verzichten. Offen sei weiterhin die Forderung nach einem Ersatz des existenzbedrohenden Einnahmenausfalls.