Das Veranstaltungsverbot, das die Regierung bis Ende Juni ausgesprochen hat, trat am Montag eine Absagelawine los: Etliche Kulturtermine sind storniert worden, darunter Events wie das dröhnende Nova Rock Festival, die gediegenen Salzburger Pfingstfestspiele und die prestigeträchtigen Wiener Festwochen – und freilich auch der Rest des üppigen, heimischen Saisonprogramms.

Offen ist allerdings: Was passiert mit Festivals, die im Juni starten wollten, aber über das Monat hinaus geplant waren? Dazu gibt es noch keine Beschlüsse.

Betroffen ist unter anderem die styriarte, auf dem Papier von 19. Juni bis 19. Juli geplant. Ebenfalls in den Sternen steht, was mit dem Theaterfest Niederösterreich geschieht, einem Zusammenschluss von 22 Veranstalter: Ursprünglich war das Bühnenprogramm rund um Wien für die Zeit vom 14. Juni bis zum 12. September geplant. Bis Ende April soll über die Frage entschieden werden. Auf tönernen Füßen steht auch das Jazz Fest Wien, eigentlich für den Zeitraum vom 23. Juni bis zum 12. Juli anberaumt. Die Festivalleitung wird nach Ostern eine Erklärung verlautbaren, hieß es auf Anfrage. Mit etwas Glück dürfte sich zumindest die prestigeträchtigen Staatsopern-Konzerte, ohnedies erst für Juli angesetzt, abhalten lassen.

Unklar ist zudem, ob die Salzburger Festspiele, anberaumt vom 18. Juli bis 30. August, Gelegenheit erhalten, ihren 100. Geburtstag zu feiern. Ein Ratschluss darüber soll spätestens am 30. Mai vorliegen.