Seit Mittwoch ist es fix: Das diesjährige internationale Impulstanz-Festival wird diesen Sommer aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden. Von 9. Juli bis 9. August wurden 41 Kompagnien eingeladen, die mit 45 Stücken und 90 Aufführungen in Burg- und Akademietheater, im Odeon und im Kasino am Schwarzenbergplatz, im Schauspielhaus und im Workshop-Zentrum Arsenal auftreten sollten. Diese werden nun im Sommer 2021 gezeigt, auch soll das Programm im nächsten Jahr noch ergänzt werden, so eine Sprecherin des Festivals zur "Wiener Zeitung".

Die Performances, die in den heimischen Museen – wie Mumok, dem Leopold Museum, dem Österreichischen Filmmuseum und dem Kunsthistorischen Museum – geplant waren, werden nach heutigem Stand in den Herbst verschoben. Dennoch wird das Festival im Sommer präsent sein: Laut der Sprecherin werde man die Public-Moves-Reihe in Wien ausbauen. Dabei handelt es sich um Gratis-Workshops mit hiesigen Dozenten, die Open Air im Anton-Benya-Park, im Wiener Prater und in der Donaustadt unter Einhaltung der Abstandsregeln im Juli und August stattfinden werden.

Die Absage war eine durchaus schwierige und emotionale Entscheidung, so die Sprecherin weiter, denn es sei etwa nicht möglich "mit Maske zu tanzen" aufgrund des erschwerten Atmens, oder nebst der vorgegebenen Abstandsregeln mit Maske eine Performance genießen zu können. Auch aufgrund der internationalen Reisebeschränkungen sei man zu diesem "außerordentlich bedauernswerten" Schritt gezwungen gewesen. Ferner wäre es auch für einige Kompagnien wie etwa Dada Masilo zurzeit gar nicht möglich gewesen, ihre Produktionen fertigzustellen, um damit dann beim Wiener Tanzfestival zu gastieren.

Noch am 7. April zeigte sich der Festival-Leiter Karl Regensburger im Interview mit der "Wiener Zeitung" hoffnungsfroh und veröffentlichte am 9. April ein adaptiertes Workshop-Programm mit 156 Kursen inklusive Katalog sowie eine Vorschau auf ausgewählte Performance-Highlights.