Angesichts der Maßnahmen gegen das Coronavirus haben die Wachau Festspiele Weißenkirchen und die operklosterneuburg die Verschiebung ihrer diesjährigen Programme auf Sommer 2021 bekanntgegeben. Die Karten behalten laut Aussendungen der jeweiligen Veranstalter vom Montag ihre Gültigkeit für kommendes Jahr.

Die Aufführungen der Produktion "Göttin in Weiß" und des Konzerts "3 Magic Voices" im Rahmen der Wachau Festspiele Weißenkirchen sollen nun von 20. Juli bis 29. August 2021 stattfinden. Die auf den Tickets angegebenen Sitzplätze sollen dabei erhalten bleiben. Die Vorstellungen von "Der Wachauer Jedermann" ab 4. September 2020 seien von dieser Maßnahme nicht betroffen.

Die operklosterneuburg hatte für dieses Jahr Giuseppe Verdis "Die Macht des Schicksals" angesetzt. "Das erwartete künstlerische Niveau wäre aufgrund der nicht abschätzbaren Probensituation gefährdet", teilte die Stadt Klosterneuburg mit. Auch könnten mit den derzeitigen Verordnungen lediglich 30 Prozent der Zuschauer die Vorstellungen besuchen. Es wurden Ersatztermine von 3. bis 30. Juli 2021 angekündigt.

Theaterfest NÖ: Vieles wird auf 2021 verschoben

 Anlässlich der Maßnahmen gegen das Coronavirus hat der Verein Theaterfest Niederösterreich am Montag zahlreiche Verschiebungen auf 2021 angekündigt. Man habe sich laut Aussendung wegen derzeit geltender Sicherheitsmaßnahmen, notwendiger Produktionsvorlaufzeiten und fehlender sinnvoller Probemöglichkeiten nach eingehender Prüfung diverser Optionen zu diesem Vorgehen entschieden.

Die Verlegung auf den Sommer 2021 betreffe vorerst den Musical Sommer Amstetten, die Festspiele Berndorf, den Theatersommer Haag, die operklosterneuburg, den Kultursommer Laxenburg, die Sommernachtskomödie Rosenburg, die Nestroy-Spiele Schwechat, die Festspiele Stockerau, den Märchensommer Poysbrunn, die Wachaufestspiele Weißenkirchen - die für September angesetzte Produktion "Der Wachauer Jedermann" vorerst nicht - und die 60. Ausgabe der Sommerspiele Melk mitsamt dem Konzert von Ina Regen. "Es ist unmöglich, unter den vorgeschriebenen Maßnahmen unsere künstlerischen Konzepte und Ideen wie geplant umzusetzen", teilte der künstlerische Leiter des Melker Festivals, Alexander Hauer, schriftlich mit.

In der Hoffnung etwaiger Erleichterungen für den Kulturbetrieb wollen laut Theaterfest Niederösterreich andere Veranstalter erst Mitte Mai eine endgültige Entscheidung bekanntgeben. Dies betreffe die Bühne Baden, den Filmhof Wein4tel Asparn/Zaya, die Oper Burg Gars, die Raimundspiele Gutenstein, die Operette Langenlois, die Sommerspiele Perchtoldsdorf, die Felsenbühne Staatz, das Festival Schloss Weitra, das Teatro Mödling sowie den Kindermusicalsommer Schiltern. Das Theater im Bunker Mödling und das Festival Retz prüften derzeit alternative Aufführungskonzepte.

Vielfach behalten die erworbenen Karten laut Veranstaltern ihre Gültigkeit für die neuen Termine im kommenden Jahr. Für Werner Auer, Obmann des Theaterfestes Niederösterreich und Intendant der Felsenbühne Staatz, ist eine generelle Lösung für den diesjährigen Theatersommer nicht machbar: "Die vielen offenen Fragen vom Bund bezüglich der Abhaltung und auch der finanziellen Absicherung aller Beteiligter sowie die unterschiedlichen Vorlaufzeiten, Spieltermine und Organisationsstrukturen machen es unmöglich", teilte er vergangene Woche mit. Der Verein bittet darum, "zu weiteren Infos über Verschiebungen, Rückabwicklung der Kartenkäufe und Gutscheinlösungen" die jeweiligen Bühnen direkt zu kontaktieren.

(apa)