Zuerst hatten die international renommierten Ruhrfestspiele Recklinghausen den regulären Termin wegen der Corona-Krise auf Herbst verschoben. Nun sagt die Festivalleitung auch das Alternativprogramm ab. In enger Abstimmung mit den Gesellschaftern sei entschieden worden, die Planungen für ein angedachtes Herbstfestival im Oktober abzubrechen, hieß es am 6. Mai.

Die bis in den Spätsommer reichenden Bestimmungen zu Eindämmung des Coronavirus machten Planungen auf seriöser Grundlage unmöglich. Theater seien weiterhin geschlossen, Proben für Premieren ausgesetzt, internationale Reisen nicht möglich, die Konsequenzen des bis Ende August geltenden Großveranstaltungsverbots ungewiss. Es fehle an klaren Hinweisen der Behörden zu Hygiene-Regeln für Zuschauerräume oder Publikumsgrößen.

Die Ruhrfestspiele bedauerten die Entwicklung. "Es fällt schwer, endgültig anzuerkennen, dass wir in diesem Jahr keine Ruhrfestspiele haben werden", erklärte Intendant Olaf Kröck am Mittwoch. Er wolle nach vorne schauen. Nächstes Jahr begeht das traditionsreiche Theaterfest sein 75-jähriges Jubiläum. (apa)