Unlängst gab Elfriede Jelinek auf die Frage, woran sie derzeit arbeite, zur Antwort: an gar nichts. So schnell ändern sich die Dinge: Das Schauspielhaus Bochum hat die österreichische Literaturnobelpreisträgerin mit einem Kurzdrama beauftragt.

Das Haus führt in der coronabedingten Schließphase kurze Szenen von 14 Dramatikern als Uraufführungen im Internet auf. Außer Elfriede Jelinek wurden unter anderem Sibylle Berg und Roland Schimmelpfennig beauftragt, für das Ensemble szenische Miniaturen zu schreiben.

Ab 19. Mai werden wöchentlich drei neue Folgen der "Bochumer Short Cuts" auf der Webseite und den Social-Media-Kanälen des Schauspielhauses gezeigt. Regisseur ist Intendant Johan Simons. Der Beitrag von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek heißt "Niemandsland", einzige Darstellerin ist Sandra Hüller. (apa)