Angesichts der Maßnahmen gegen das Coronavirus haben die Sommerspiel Melk für dieses Jahr eine besondere Festivalausgabe angekündigt. Unter dem Motto "Sommerspiele Melk Xperiment - Pandemic Edition" stellen laut Aussendung sechs Regisseure von 10. Juli bis 15. August in einem neuen Konzept sechs jeweils rund 60-minütige Kurzproduktionen vor.

Auf dem Programm stehen Stücke von Hofmannsthal, Nestroy, Soyfer und Aristophanes. Auch eine Rockoper soll inszeniert werden. Neben dem künstlerischen Leiter des Festivals Alexander Hauer werden auch Sebastian Klinser, Helena Scheuba, Andreas Stockinger, Ursula Leitner und Lukas Wachernig Regie führen. Sie und ihre Ensembles hätten allerdings nur fünf Tage für die Proben zur Verfügung. Um die nötigen Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten, soll in der Wachauarena, die eigentlich rund 560 Plätze biete, 250 Sessel aufgestellt werden. Ein Gastrozelt werde es heuer nicht geben.

Kammermusik wird stattfinden

Das KlassikFestival auf Schloss Kirchstetten verschiebt unterdessen auch die Sommerkonzerte auf 2021. Rossinis "Il Signor Bruschino" war bereits auf kommendes Jahr verlegt worden. Die Durchführung sei für Intendant Stephan Gartner in der beim Publikum beliebten und bekannten Form angesichts der geltenden Veranstaltungsbestimmungen nicht möglich. Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit.

Für die Kammerkonzerte im Rahmen des "herbstKLANG weinviertel" laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. "Das Konzept dafür soll in den kommenden Wochen fertig sein - spätestens ab 1. Juli wird es Karten dafür geben", so Gartner. (apa)