Das Coronavirus macht auch Preisvergaben mühsam. Nach den Romy-Preisen wurden am Mittwochabend (17. Juni) auch die Dorothea-Neff-Preise des Wiener Volkstheaters per Aufzeichnung vergeben. Auszeichnungen gingen an Günter Franzmeier, Robert Gerloff, Tina Prichenfried und Claudia Sabitzer. Der Film von Lisa Anetsmann ist 24 Stunden lang im Stream auf www.volkstheater.at zu sehen.

In der Kategorie Beste Regie (3.000 Euro) gewann Robert Gerloff für seine Inszenierung von "Der gute Mensch von Sezuan". Günter Franzmeier wurde in der Kategorie Beste schauspielerische Leistung männlich (3.000 Euro) ausgezeichnet. Claudia Sabitzer gewann neben der Kategorie Beste schauspielerische Leistung weiblich (3.000 Euro) auch den Publikumspreis, über dessen Vergabe das Volkstheater-Publikum mittels Online-Voting entschied. Der Spezialpreis für Personen für besonderes Engagement auf und hinter der Bühne (500 Euro) ging an Tina Prichenfried, Leiterin der Kostümabteilung des Volkstheaters, die alle Kostüme für "Schuld & Söhne" second hand erwarb oder aus dem Bestand des Fundus zusammenstellte. Die BAWAG P.S.K. vergab zudem den "Bessere Antworten Preis" an den Verein ZORO mit der Initiative "Hop in Job".

Der Dorothea-Neff-Preis (von 1968 bis 2010: Karl-Skraup-Preis) erinnert an die Schauspielerin Dorothea Neff (1903-1986), die in der NS-Zeit Zivilcourage und Hilfsbereitschaft zeigte und ab 1939 viele Jahre am Volkstheater Wien spielte. Der von der BAWAG P.S.K. gestiftete Preis wird jährlich vom Freundeskreis des Volkstheaters vergeben, um die besten Künstlerinnen und Künstler des Volkstheaters zu ehren. (apa)