Es ist zu einem Saison-Highlight während der Direktionszeit von Manuel Legris geworden: die alljährliche "Nurejew-Gala". Coronabedingt wird sie heuer nicht live in der Staatsoper stattfinden, sondern virtuell: Am Donnerstag, 25. Juni, beschließt das Wiener Staatsballett seine Saison und Legris seine Amtszeit - tanzend aus dem Trainingssaal in einer aktuellen Aufzeichnung aus dem Juni mit den Ersten Solotänzern der Kompagnie wie etwa Olga Esina, Liudmila Konovalova, Natascha Mair oder auch Denys Cherevychko, Davide Dato, Jakob Feyferlik und Roman Lazik.

Eigentlich wurde die Gala laut den Bestimmungen abgesagt, aber es gelang in den vergangenen Wochen, ein Programm auf die Beine zu stellen - die Teilnahme der Tänzer war freiwillig. Zu sehen gibt es Ausschnitte aus Ballettklassikern wie "Dornröschen", "Giselle" und "Don Quixote", zeitgenössischen Choreografien wie "Peter Pan", "Peer Gynt", "Movements to Stravinsky" und aus Legris' Kreationen für das Wiener Staatsballett "Le Corsaire" und "Sylvia". Danach folgt im zweiten Teil der Gala, die am Donnerstag, ab 14 Uhr, für 24 Stunden  online abrufbar sein wird, ein Zusammenschnitt der Höhepunkte der vergangenen Jahre.

Unter der Direktion von Martin Schläpfer wird die Gala künftig weiterhin auf dem Programm stehen: "Die ,Nurejew-Gala' werde ich jedes zweite Jahr veranstalten, denn es ist auch eine Referenz an Manuel Legris und seine Ära in Wien", sagte Schläpfer kürzlich im Interview mit der "Wiener Zeitung".