Bregenz. "Ein starkes künstlerisches Lebenszeichen" will Intendantin Elisabeth Sobotka nun in Vorarlberg setzen. Nachdem die Bregenzer Festspiele coronabedingt abgesagt wurden, finden von 15. bis 22. August nun die neu ins Leben gerufenen Bregenzer Festtage statt.

Man wolle sich von einem Virus nicht in die Knie zwingen lassen, erklärte Sobotka bei der Programmpräsentation, und so wolle man mit den Festtagen etwas bieten, "das uns zeigt und trotzdem nicht so tut, als wäre alles wieder gut".

Eröffnet wird die neuartige und wohl einmalige Kulturveranstaltung programmatisch mit "Alles wieder gut", einem Liederabend der Musicbanda Franui und Bassbariton Florian Boesch. Besonders freute sich Sobotka, dass es in der jetzigen Situation gelungen sei, eine Uraufführung umzusetzen. Lubica Cekovskas "Impresario Dotcom" sollte diesen Sommer ursprünglich am Kornmarkttheater uraufgeführt werden und kommt nun in einer kürzeren Fassung auf die große Bühne des Festspielhauses. Das Stück sei geradezu ideal für die derzeitige Situation, da es sich auf aberwitzige Weise mit dem Thema beschäftigt: Wie nahe darfst du mir kommen?

Weiters gibt es vier Konzerte, einen Arienabend und zwei Abende mit Musik und Poesie. Den Abschluss bildet ein Orchesterkonzert der Wiener Symphoniker, die zum letzten Mal unter Chefdirigent Philippe Jordan in Bregenz zu hören sein werden.

Alle Veranstaltungen finden unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften statt. Für die Festtage werden voraussichtlich rund 6.500 Tickets verfügbar sein.

Damit die Seebühne diesen Sommer zumindest nicht ganz verwaist, gibt es Führungen.